La France et ses régions

Corse: La belle et la bête | Film

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Bild einer steil abfallenden Küste. (Foto: Patrick Ansorg, www.visipix.ch)
Küste Korsikas Patrick Ansorg, www.visipix.ch Bild in Detailansicht öffnen
Jean-Paul Poletti, korsischer Sänger, Komponist und Dirigent SWR Bild in Detailansicht öffnen

Ein Korse allein, so heißt es in einem korsischen Sprichwort, bringt es durchaus zu einem exzellenten General – gemeint ist Napoleon – zwei Korsen gründen eine Partei, aber drei Korsen bilden umgehend einen Chor. Und so geht es in diesem Film um die Geschichte Korsikas, um politische Machtkämpfe und um die Musik als Ausdruck korsischer Identität. Die "Insel der Schönheit" muss um ihr Image fürchten. Der Kampf um größere Autonomie eskalierte 1998 mit der Ermordung des französischen Präfekten Erignac. Mit der Sprengung von Betonhochburgen an der Küste, mit Anschlägen auf Polizeistationen oder Fernsehsendern konnten die meisten Korsen leben, nicht aber mit einem gezielten Mord an dem obersten Vertreter Frankreichs. Doch dann schickte Frankreich einen neuen Präfekten, der nun seinerseits Feuer legen ließ und versuchte, die Schuld den korsischen Unabhängigkeitskämpfern in die Schuhe zu schieben. Die Sache flog auf und stürzte die französische Regierung in eine Staatskrise. Jean-Paul Poletti, Sänger, Komponist und Dirigent, der Begründer der politischen Folklore Korsikas und ein engagierter Kämpfer für die korsische Sache, nimmt uns mit auf eine Reise über die Insel - von der Nordküste bis zum Südzipfel nach Bonifacio. Auf der Fahrt lernen wir seine Freunde und Weggefährten, seine Musik und die Schönheiten der Insel kennen.

Jean-Claude Rogliano (Foto: SWR)
Jean-Claude Rogliano, korsischer Schriftsteller SWR Bild in Detailansicht öffnen
Leon Alessandri, ehemaliger Kämpfer der Befreiungsorganisation FLNC SWR Bild in Detailansicht öffnen
Pauline Sallembien, Mitbegründerin der korsischen Frauenbewegung SWR Bild in Detailansicht öffnen

Unterrichtsmaterial zum gesamten Schwerpunkt

La France et ses régions | Unterricht

Die Sendereihe und DVD-ROM "La France et ses régions" wurden für den Französisch-Unterricht in der Sekundarstufe konzipiert, und für den Geografie- oder Geschichtsunterricht – bilingual oder ohne Fremdsprache.

Alle Themen zum Schwerpunkt La France et ses régions

La Réunion

10.000 Kilometer von Paris entfernt, zwischen Madagaskar und Mauritius, ragt ein kleiner Teil Frankreichs aus dem Indischen Ozean: die tropische Vulkaninsel La Réunion, einst Sklavenkolonie, heute ein gleichberechtigtes Übersee-Departement mit 700.000 Einwohnern. Trotz rasanten Bevölkerungswachstums und hoher Arbeitslosigkeit entwickelte sich die Insel zum Schaufenster Frankreichs im Indischen Ozean – dank Milliarden-Subventionen aus Paris und Brüssel.
Einzigartig ist das Völkergemisch. Kreolen, Weiße und Schwarze, Inder, Chinesen und Madegassen leben auf Réunion friedlich zusammen. Auch die verschiedensten Religionen, Christen, Moslems, Hindus und Buddhisten begegnen sich mit Respekt.
Eindrucksvoll ist die Natur: 3000 Meter hohe Berge und ein Vulkan, der immer noch aktiv ist, tropischer Regenwald, bizarre Felsschluchten und Wasserfälle. Die Sendung porträtiert das Leben auf der Insel aus der Perspektive zweier junger Leute. Der achtzehnjährige Luciano studiert Tourismus und träumt von einer Karriere als Sänger. Er ist stolz auf seine reunionesische Herkunft, möchte auf der Insel bleiben und mithelfen sie weiter zu entwickeln. Ganz anders denkt seine Freundin Emmanuelle. Sie ist 16, geht aufs Gymnasium, fühlt sich nach Europa hingezogen und träumt von einem Leben in Deutschland. Ihr ist die Insel zu klein.

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Rhône-Alpes

Ganz im Norden der Region Rhône-Alpes, in Hoch-Savoyen, liegt Combloux, ein charmanter Urlaubsort mit großer Tradition und Blick auf den Montblanc. Früher ließen sich hier reiche Urlauber aus ganz Europa ins Grand Hotel kutschieren, heute bevölkern vor allem Familien aus der Gegend von Paris die zahlreichen Appartements.
Fast alle Einwohner leben direkt oder indirekt vom Tourismus, und die meisten üben mehrere Berufe aus – wie Familie Chambel: Vater, Mutter und Söhne arbeiten als Skilehrer, bewirtschaften einen Bauernhof mit 40 Kühen, vermieten Appartements und betreiben ein Fliesenlegergeschäft.
In Kontrast zum wohlhabenden Norden steht der südlichste Zipfel der Region Rhône-Alpes: die Drôme provençale, eine fast menschenleere Gebirgslandschaft mit südlichem Flair. Es duftet nach Thymian und Lavendel, in den Tälern wachsen Wein, Oliven und Aprikosen. Lange Zeit war die Drôme eine vergessene Gegend, erst in letzter Zeit wurde sie von Aussteigern, Naturfreunden und Urlaubern neu entdeckt.
Viele Orte wirken heute fast verlassen, auch das Bergdorf Chalancon, wo nur noch wenige Bergbauern ausharren – darunter die Familie Servan. Der zweite Teil des Films zeigt den Alltag dreier Generationen auf einem typischen Hof mit Schafen, Ziegen, Lavendel- und Käseproduktion. Darüber hinaus wird eine Landschaft porträtiert, die zu den wertvollsten Naturparadiesen Frankreichs zählt.

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Lorraine

Ganz im Norden Lothringens liegt die Arbeiterstadt Longwy. Bis in die 1980er Jahre war sie das Zentrum der französischen Stahlindustrie, produzierte ein Fünftel des französischen Stahls. Doch dann kam die Stahlkrise. Innerhalb weniger Jahre wurden alle Fabriken geschlossen – trotz massiver Proteste der Bevölkerung. Es war der größte Arbeiterkampf in der französischen Geschichte.
Die Sendung porträtiert die Familie des ehemaligen Stahlarbeiters Roger Cuter, der mit vierzig Jahren seinen Arbeitsplatz verlor und schwere Jahre erlebte, bis er schließlich eine neue Arbeit fand. Im Kontrast zur Arbeiterstadt Longwy steht die Kunst- und Kulturstadt Nancy, der Geburtsort des französischen Jugendstils. Die Künstler der „Ecole de Nancy“, große Namen wie Daum, Gruber und Majorelle, haben überall in der Stadt ihre Handschrift hinterlassen. Eine der prächtigsten Jugendstil-Einrichtungen besitzt die Brasserie Excelsior, eröffnet 1911. Das Excelsior ist Restaurant, Bistro oder Caféhaus, je nachdem, zu welcher Tageszeit man es betritt. 60 Kellner und Köche verwöhnen die Gäste.
Dass täglich in Saal und Küche alles perfekt abläuft, dafür sorgt Eric Gérard, der verantwortliche „Maître d’hôtel“. Aus seinem Blickwinkel zeigt der Film den Tagesablauf im Excelsior. Darüber hinaus wird Eric Gérards Familie porträtiert – seine Frau Laurence führt eine traditionsreiche Bäckerei und Konditorei – ganz in der Nähe des Excelsior.

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Bourgogne

Burgund ist nicht nur eine weltbekannte Weingegend, sondern auch eine der großen Kulturregionen Europas, reich an geschichtsträchtigen Orten – wie zum Beispiel Beaune im Departement Côte d’Or, in dem das berühmteste Gebäude Burgunds, das Hôtel-Dieu, steht. Wenige Schritte entfernt befindet sich die letzte familiär betriebene Senffabrik Burgunds: das Unternehmen Fallot, das Spitzenköchen auf der ganzen Welt ein Begriff ist.
Die Sendung zeigt nicht nur die traditionelle Senfherstellung, sie porträtiert auch den Alltag der Unternehmerfamilie Désarménien – vom Großvater bis zu den Enkeln.
Im Kontrast zur reichen Côte d’Or steht das Morvan, eine sehr ländliche Gegend im Herzen Burgunds, das zu den schönsten Landschaften Frankreichs zählt. Schon die Gallier waren hier zu Hause. Auf dem Mont Beuvray befand sich ihre Hauptstadt Bibracte, damals eine Weltstadt mit 20 000 Einwohnern. In Bibracte wurde Vercingetorix zum Anführer der Gallier gewählt, dort verfasste Cäsar nach dem Sieg über die Gallier seinen Kommentar „De bello gallico“. Heute ist Bibracte der Mittelpunkt der europäischen Keltenforschung: ein Grabungsort für Archäologen aus ganz Europa mit einem hochmodernen Forschungszentrum und großem Museum.
Die Sendung beleuchtet die Detektivarbeit der Archäologen und porträtiert die Familie von Professor Guillaumet, der die Forschungen in Bibracte leitet.

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Corse: La belle et la bête

Die „Insel der Schönheit“ hat eine bewegte Geschichte. Bis heute eskaliert der Kampf der Korsen um größere Autonomie immer wieder. Der Musiker Jean-Paul Poletti, Begründer der politischen Folklore Korsikas und engagierter Kämpfer für die korsische Sache, nimmt uns mit auf eine Reise über die Insel. Gemeinsam mit seinen Freunden und Weggefährten vermittelt er einen Eindruck von der Geschichte Korsikas, von den politischen Machtkämpfen und von der Musik als Ausdruck korsischer Identität.

Les druides en Bretagne

Eine Winterreise in die Bretagne bedeutet Windböen von 120 Stundenkilometern, Regenstürme und verrückte Lichtstimmungen. Sonia Mikich erlebt eine der wildesten und schönsten Regionen Frankreichs als großes Abenteuer.
Die Touristensaison ist vorbei, die Bretonen besinnen sich auf ihre Wurzeln: ein keltisches Volk, heute noch dem Aberglauben, der eigenen Kultur und Sprache zutiefst verbunden.
Sonia Mikich erfährt vom Leuchtturmwärter Serge und dem Hochseefischer Spinec Näheres über Schiffsunglücke vor der Ile de Sein und lässt sich vom alten Klett über seine Erlebnisse als Résistance-Kämpfer der ersten Stunde erzählen.
Sie besucht den Druiden und Musiker Myrdhin und seine Familie und wandert mit dem Märchenerzähler Xavier durch den Zauberwald Brocéliande, in dem Merlin gelebt haben soll.
Sie spricht mit der Familie des Bauern und Musikers Quéré über Ökologie, Politik und das Glück und begleitet die katholischen Schwestern Elisabeth und Jacqueline bei der Seelsorge.

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AUTOR/IN
Planet Schule