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Geologie (Geo-Tour)

Achtung Erdbeben! | Unterricht

STAND
Autor/in
Ulrike Schweiger
Eine mehrere Meter hohe Welle überspült eine Straße. (Foto: SWR - Screenshot aus der Sendung)
Die Tsunami-Welle im März 2011 SWR - Screenshot aus der Sendung Bild in Detailansicht öffnen
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Nach Erdbeben und Tsunami folgen weitere Katastrophen SWR – Screenshot aus der Sendung Bild in Detailansicht öffnen

Bezug zum Bildungsplan

Naturereignisse und Naturkatastrophen in ihren Auswirkungen als Bedrohung der Menschen zu beschreiben, das wird als Fachkompetenz von den Schülerinnen und Schülern am Ende der Klassenstufe 6 erwartet – laut gymnasialem Bildungsplan im Fach Geographie in Baden-Württemberg (Stand 2012).
Außerdem sollen sie Basisinformationen aus Atlaskarten, Ablaufschemata, Bildern und Texten erfassen können (Methodenkompetenz) sowie kooperatives Arbeiten eingeübt haben (Sozialkompetenz). Für die Bildungspläne der anderen Schularten/Bundesländer gilt dies entsprechend.

Bezüglich des Erlernens dieser Kompetenzen bietet die Einbindung des Films „Japan: Achtung Erdbeben!“ in den Unterricht sowie die Bearbeitung der Arbeitsblätter genügend Möglichkeiten. Überdies waren die Stärke des Erdbebens in Japan im März 2011, das Ausmaß seiner direkten Folgen (Tsunami, Atomkatastrophe) sowie die Medienpräsenz von solcher Dimension, dass die Alltagswelt der Schüler noch heute erreicht wird. Ein exemplarisches Lernen an diesem Fallbeispiel ist möglich, in der Hausaufgabe wird die globale Dimension angesprochen.

Unterrichtsverlauf (1 Stunde)

Mit der ersten Filmsequenz „Häufige Erdbeben in Japan“ (00:00- 02:30) erfolgt der Unterrichtseinstieg. Ein kurzes Brainstorming folgt auf die Frage nach den Gefahren (Sach- beziehungsweise Personenschäden), die von Erdbeben ausgehen: Eine Mindmap wird erstellt. Die Vorkenntnisse der Schüler werden so mit den neuen Informationen des Filmes verknüpft und Neugierde wird geweckt.

Augenblicklich steht die Frage nach den Ursachen dieser großen Beben unserer Erde im Raum. Dies wird mithilfe der nächsten Filmsequenz „Plattentektonik“ (02:30-03:20) beantwortet. Das Arbeitsblatt 1 sichert die neuen Kenntnisse. Die Fachbegriffe „Epi- und Hypozentrum“ werden durch die Lehrkraft erklärt und ergänzt. Aufgrund der Kürze dieser Filmsequenz empfiehlt es sich, diese zweimal zu zeigen.

Ab welcher Stärke Erdbeben extrem gefährlich werden und wie man diese wissenschaftlich misst, darum geht es in einem nächsten Schritt. Diesbezüglich erfolgt eine differenzierte Partnerarbeit: Die Arbeitsblätter 2 beziehungsweise 3 werden eigenverantwortlich bearbeitet, die Ergebnisse ausgetauscht. Die Filmsequenz „Die Erdbeben von 1923 und 2011“ (03:20 – 06:50) veranschaulicht die Auswirkungen starker Beben in Japan im Anschluss.

Wie Japaner mit dieser täglichen Bedrohung umgehen, wird durch die Filmsequenzen „Das Erdbeben-Frühwarnsystem“ und „Erdbebensicheres Bauen“ (06:50-08:50 sowie 10:07- 14:30) verdeutlicht. Die Schüler füllen parallel zum Film das Arbeitsblatt 4 aus: das Frühwarnsystem in Japan.

Doch als wäre das Beben der Stärke 9 nicht stark genug: Tsunami und Atomkraftkatastrophe folgten im März 2011 in Japan. Welche Auswirkungen sie hatten, wird durch die letzte Filmsequenz veranschaulicht: „Tsunami und Atomkatastrophe“ (08:47-10:02). Die Mindmap wird durch diese beiden Folgekatastrophen ergänzt und somit vervollständigt.

In der Hausaufgabe erarbeiten die Schüler mit Hilfe des Atlas die Hauptverbreitungsgebiete der Erdbeben weltweit.

Mehr Themen zum Schwerpunkt Geologie (Geo-Tour)

Die Kinder des Tsunami

Der Film rekonstruiert die dramatischen Ereignisse des Tsunamis aus der Sicht der Grundschulkinder, die ihn überlebt haben, aber auch aus der Sicht der Familien, deren Kinder ums Leben kamen. Die Schüler der Okawa-Grundschule wurden nach dem Erdbeben auf dem Hof versammelt, während die Lehrer berieten, ob sie sie zu einem höher gelegenen Ort führen sollten. Die Entscheidung dauerte zu lange, und die Tsunamiwelle verschlang 74 Kinder, die noch nicht von ihren Eltern abgeholt waren.

Japan: Die Kinder des Tsunami SWR Fernsehen

Ein Jahr nach Fukushima

Wie geht es Jugendlichen, die 40 km vom havarierten japanischen Atomkraftwerk entfernt leben? Hat sich ihr Leben verändert? Ihre Gesundheit? Ihr Bewusstsein? Ihre Zukunftspläne? Wie ist der Stand der Dinge im Kraftwerk? Wie informiert die japanische Regierung über die Verstrahlung und ihre Folgen? Wie gehen die Menschen mit der Radioaktivität um? Wie ist ihr Verhältnis zum Thema Energie? Und was bewirkt die neue Anti-Kernkraftbewegung? Beim Klären dieser Fragen erhält man auch Einblicke in japanische Lebens- und Denkweisen.

Japan: Ein Jahr nach Fukushima SWR Fernsehen

Achtung Erdbeben!

In keinem anderen Land bebt die Erde so oft wie in Japan. Hundertausende Menschen kamen in den vergangenen hundert Jahren bei Erdbeben ums Leben oder wurden obdachlos. Warum bebt die Erde in Japan? Wie gehen die Japaner mit der ständigen Gefahr um? Wie funktioniert das Frühwarnsystem? Was bedeutet erdbebensicheres Bauen? Die beiden Schüler Tomohiro und Saya in Tokio zeigen, wie sie mit dem Erdbeben leben.

Japan: Achtung Erdbeben! SWR Fernsehen

Die Kinder von Fukushima

In der Kashima-Grundschule, 30 Kilometer vom havarierten Atomkraftwerk entfernt, finden auch Kinder Zuflucht, die aus der strengen 20-Kilometer-Sperrzone evakuiert wurden. Auch hier sind sie noch einer gefährlichen Strahlenbelastung ausgesetzt. Das Leben der Kinder hat sich völlig verändert. Ihr Alltag wurde auf den Kopf gestellt, ihr Familienleben zerstört. Der Film untersucht, wie die Katastrophe die Sicht der Kinder auf die Welt verändert hat.

Japan: Die Kinder von Fukushima SWR Fernsehen

Unterrichtsmaterial zu: Japan

Japan | Unterricht

Der Wissenspool bietet eine Auswahl an Filmen und Materialien an, mit denen die Themen Japan, Erdbeben, Tsunami und Atomkatastrophe im Unterricht erarbeitet werden können. Je nach Schwerpunktsetzung und Zielgruppe wird man sich für eine oder mehrere Sendungen entscheiden.

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Ulrike Schweiger