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Unterricht: west.art Meisterwerke - Skulptur und Plastik

In dieser Rubrik werden vier Skulpturen und Plastiken im öffentlichen Raum vorgestellt.

  • Henry Moore: Large Two Forms, Bonn
  • Claes Oldenburg: Giant Pool Balls, Münster
  • David Rabinowitch: Tyndale Sculpture, Bochum
  • Ulrich Rückriem: 10 Variationen eines Blocks, Jüchen

Rezeption

  • Drei Betonkugeln liegen auf der Wiese am Aasee in Münster, die vordere Kugel ist mit Graffiti besprüht. Claes Oldenburgs Pool Balls werden immer wieder besprüht; Rechte: WDR

Die Filme werden hintereinander ganz gezeigt. Sie dauern jeweils nur fünf Minuten. Danach entscheiden sich die Schüler, mit welcher Skulptur sie sich näher beschäftigen wollen und bilden Recherchegruppen. Ziel ist es, die Skulptur, den Künstler sowie seine Arbeitsweise kennenzulernen.

In Recherchegruppen sehen sie sich "ihren" Film genauer an. Arbeitsblatt 1 "Steckbrief" hilft ihnen, die wesentlichen Informationen aus dem Film zu strukturieren. Auf Arbeitsblatt 2 "Recherche" sind Fotos von anderen Arbeiten abgebildet und Leitfragen für die Recherche über den Künstler.

Die Schüler treffen sich anschließend in Expertengruppen, um ihr Wissen auszutauschen. Jeder Experte berichtet über seine Skulptur und seinen Künstler.

Reflexion

  • Zwei Menschen stehen in einem Raum, die Wände sind unterteilt in Beton und Glaswände, in die Wände sind Kreise geritzt. Die Perspektive des Betrachters verändert die Skulptur; Rechte: WDR

In einer Reflexionsphase werden jeweils zwei Arbeiten unter verschiedenen Gesichtspunkten verglichen. Dabei greifen wir Zitate aus dem Film auf. Wie die Perspektive des Betrachters die Wahrnehmung der Skulptur besteht, wird in den beiden Filmen über sie "Giant Pool Balls" von Claes Oldenburg und die "Tyndale Skulpture" von David Rabinowitch thematisiert. Anhand von Filmzitaten und Leitfragen auf Arbeitsblatt 3 "Reflexion Rabinowitch und Oldenburg" bilden sich die Gruppen eine Meinung und erarbeiten schließlich ein Manuskript für eine Führung zu beiden Skulpturen, die sich an Schulklassen in ihrem Alter richtet. Die Besucher sollen durch die Führung angeregt werden, sich aktiv als Betrachter mit der Arbeit auseinanderzusetzen.

Thema des Vergleichs der "Large Two Forms" mit "10 Variationen eines Blocks" ist der Kontrast zur Umgebung (Arbeitsblatt 4 "Reflexion Rückriem Moore"). Im Film über Moores Plastik wird der Gegensatz zwischen den sinnlichen Formen der Plastik und dem funktionalen Gebäude aus den 70er Jahren angesprochen. Die Arbeit von Ulrich Rückriem steht im Park eines Schlosses aus dem 17. Jahrhundert. Der Arbeitsauftrag ist der gleiche wie oben.

Natürlich lassen sich andere Aspekte für die Gegenüberstellungen wählen: Die Arbeiten von Rückriem und Rabinowitch als begehbare Skulpturen; Moores und Oldenburgs Werke waren zu ihrer Zeit umstritten. Die Schülerinnen und Schüler können selbst überlegen, unter welchen Aspekten die Skulpturen vergleichbar sind und eigene Fragestellungen entwerfen, die sie spannend finden.

Es bietet sich an, das Thema mit dem Besuch einer Skulptur im öffentlichen Raum in der eigenen Stadt oder Umgebung zu verbinden und die Skulptur unter den besprochenen Fragestellungen zu betrachten.

  • Arbeitsblatt 3: Reflexion Rabinowitch und Oldenburg
  • Arbeitsblatt 4: Reflexion Moore und Rückriem

Gestaltung

Eine reale Skulptur zu schaffen, die im Spannungsverhältnis zur Umgebung steht, ist natürlich eine aufwendige Aufgabe, die die Zeit und Möglichkeiten des Kunstunterrichts meist übersteigt. Alternativ könnte das Modell einer Skulptur in einem Schuhkarton oder einem größerem Rahmen geschaffen werden. Eine Aufgabenstellung könnte heißen, für den Schulhof eine Skulptur zu entwerfen, die sich durch den Blickwinkel der Betrachter verändert. Dabei sollte die Erfahrung der "Giant Pool Balls" einbezogen werden: Wie kann man verhindern, dass sie mit Graffitis bemalt werden? Oder wie können mögliche Reaktionen von Schülern von vorneherein in das Konzept des Kunstwerks einbeziehen? Die Arbeiten können in der Schule ausgestellt und zur Diskussion gestellt werden.

Film als Mittel der Reflexion

Besonders das Porträt der "Large Two Forms" von Henry Moore ist gut geeignet, filmbildnerische Aspekte einzubeziehen. Der Film interpretiert die Plastik vor allem auf zwei Wegen: durch die Musik und durch die Wahl der Kamera-Perspektiven. Die Musik unterstreicht den Tanz der beiden Formen. Wenn Sie die Möglichkeit haben, am Computer mit Filmschnittprogrammen zu arbeiten, können die Schüler damit experimentieren, andere Musiken zu unterlegen. Im Internet gibt es Bibliotheken mit Gema-freier Musik, die frei verwendet werden darf.

Das Verhältnis von Abstraktion und Gegenständlichkeit wird durch die verschiedenen Kameraperspektiven unterstrichen. Die Kamera übernimmt die Rolle des Betrachters, wandert um die Skulptur und guckt von unten, von der Seite usw. Mal wirken die Figuren abstrakt, mal gegenständlich. Die Schülerinnen und Schüler fertigen Screenshots von den unterschiedlichen Blickwinkeln an und äußern ihre Assoziationen: Wann wirken die Figuren abstrakt, wann gegenständlich? Woran erinnern sie die Figuren auf den jeweiligen Ausschnitten? Wenn die Schüler nicht selbst am Computer arbeiten können, können Sie den Film an verschiedenen Stellen anhalten und nach Assoziationen fragen. Alternativ können Sie Arbeitsblatt 5 "Zettellawine Assoziationen" austeilen, das verschiedene Perspektiven zeigt.

  • Arbeitsblatt 5: Zettellawine Assoziationen

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