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Vor allem die Hände seines Modells faszinierten Wilhelm Leibl. 1899, ein Jahr vor seinem Tod, malte er dieses Mädchen aus einem Dorf in Bayern. Auf der Suche nach dem Unverstellten fand der Realist in der ländlichen Umgebung die Motive für seine Kunst. Heute hängt das Bild im Wallraf-Richartz-Museum in Köln.
Vor allem über das farbenfrohe Fischglas bekommt der Betrachter einen Zugang zu dem Bild von August Macke. Gegenständliches tritt bei dieser expressionistischen Darstellung in den Hintergrund. Die Welt wird zu einem Spiel aus Farben und Licht. Das Gemälde findet man im Von-der-Heydt-Museum Wuppertal.
Ein weiblicher Akt auf einer Treppe: Gerhard Richter malte dieses Bild seiner Frau in den 1960er Jahren als Gegenkonzept zu "Akt die Treppe herabsteigend" von Marcel Duchamp, der damit 1912 ein Ende der Malerei signalisieren wollte. "Ema" ist im Kölner Museum Ludwig zu sehen.
Der Blick dieses übergroßen Gesichts scheint den Betrachter zu verfolgen, gleich an welcher Stelle des Raumes er sich aufhält. Erst beim näheren Betrachten erkennt man, dass es sich um ein Gemälde handelt, und kann die feinen einzelnen Striche ausmachen. "Silvia II" hängt im Museum Kurhaus Kleve.
Vor dem ehemaligen Bundeskanzleramt in Bonn steht diese Skulptur von Henry Moore. Die Formen der Bronzeplastik wirken organisch, sind ineinander verschlungen und - je nach Blickwinkel - beinahe figürlich. Helmut Schmidt entschied sich 1979 für das Kunstwerk vor seinem damaligen Amtssitz.
Drei überdimensionale Billiardkugeln aus Beton hat Claes Oldenburg Ende der 1970er Jahre an das Ufer des Aasees in Münster gesetzt. Vor allem zu Beginn war das Werk stark umstritten. Es gab sogar Versuche, die Kugeln in den See zu rollen. Bis heute werden sie immer wieder mit Graffiti und Kritzeleien beschmiert.
In Gips geritzte Kreise und Licht, das durch schmale Öffnungen nach innen dringt - diese Elemente prägen die "Tyndale Sculpture". David Rabinowitch hat diese begehbare Skulptur, die einen gesamten Raum ausfüllt, Ende der 1980er Jahre für die Dauerausstellung "Situation Kunst" in Bochum geschaffen.
Wie Spielsteine eines Riesen sind in den Gärten von Schloss Dyck bei Jychen zehn riesige Granitquader auf einer Fläche verteilt. Ulrich Rückriem hat die Quader so angeordnet, dass sie eine bestimmte Stellung von Figuren auf einem Schachbrett abbilden.
Aus dem 11. Jahrhundert stammt die Romanische Tür der Kirche St. Maria im Kapitol in Köln. Es ist Europas letzte mit Bildern geschmückte romanische Holzpforte. Sie zeigt Szenen aus dem Leben Jesu. Damit machte sie Inhalte der Bibel auch denen zugänglich, die weder die Sprache Latein noch lesen konnten.
Im 13. Jahrhundert entstanden die Fresken in der Kirche St. Maria in Lyskirchen. Motive aus dem Alten und dem Neuen Testament stehen sich gegenüber und werden nach der Methode der sogenannten Typologie miteinander in Beziehung gesetzt. Dahinter steht die Idee vom Alten Testament als Prophezeiung des Neuen.
In einem Seitenschiff des Kölner Doms steht der aufwändig gestaltete Clarenaltar. Nur zu Ostern und Weihnachten wird sein Herzstück geöffnet. Hier sind unter anderem Büsten mit Reliquien von Jungfrauen aus der Schar der Heiligen Ursula zu sehen, die der Legende nach für Gott und die Stadt Köln ihr Leben ließen.
Von Leiden und Schmerz erzählt die Skulptur, die unter der Bezeichnung "Pietà Roettgen" bekannt ist. Maria trauert um Jesus, der mit klaffenden Wunden tot in ihrem Schoß liegt. Geschaffen wurde die Pietà Ende des 14. Jahrhunderts. Heute findet man sie im Rheinischen Landesmuseum in Bonn.
Das reich mit Gold verzierte Bild aus dem 15. Jahrhundert ist voll von Symbolen: Die weiße Lilie zum Beispiel ist Zeichen für Marias Reinheit. Der Apfel in Jesu Hand steht dafür, dass Jesus Nachfolger Adams ist. Das Bild hängt im Kölner Wallraf-Richartz-Museum.
Die Gemälde von Jan Joest auf dem Hochaltar der Kirche St. Nicolai in Kalkar entstanden Anfang des 16. Jahrhunderts. Diese Bilder auf den Altarflügeln stehlen dem Schnitzwerk im Zentrum des Altars bei weitem die Schau. Joest aktualisierte die Leidensgeschichte Christi, versetzte sie ins Mittelalter.
