zum Inhalt.
zur Hauptnavigation.

Hauptnavigation

Inhalt

Hintergrund: Chester, Manchester und Wales

Chester

Chester, die Hauptstadt der nordenglischen Grafschaft Cheshire und Schauplatz der "Weekend Stories", hat mehr zu bieten als den vollfetten Hartkäse gleichen Namens. Vom 1. bis zum 4. Jahrhundert stellte diese Stadt einen wichtigen militärischen Vorposten der Römer in Großbritannien dar. Dies hat sich bis in die Gegenwart im Stadtnamen manifestiert, denn Chester bedeutet soviel wie "römisches Lager". Das heutige Chester hat eine Einwohnerzahl von etwa 118.000 und ist eines der bedeutendsten Fremdenverkehrszentren Nordwestenglands. Man findet hier eine noch vollständig erhaltene Stadtmauer (inklusive aller vier Stadttore) sowie zahlreiche mittelalterliche Fachwerkhäuser. Darüber hinaus verfügt Chester über das weltweit größte römische Amphitheater, eine aus rotem Sandstein erbaute Kathedrale sowie einen überregional bekannten Zoo.

  • Chester, Zoo: Eine Frau mit Klemmbrett in der Hand beobachtet Halbaffen, die nebeneinander auf einem Ast sitzen. Der Zoo von Chester ist überregional bekannt; Rechte: pih

Chester Zoo

Chester Zoo ist der größte Zoo Großbritanniens. Der Zoo beherbergt über 6000 Tiere aus über 500 unterschiedlichen und seltenen Gattungen, von denen über die Hälfte vom Aussterben bedroht ist. Der Chester Zoo versucht deswegen seit Jahren erfolgreich, mit Hilfe von Brutprogrammen die gefährdeten Arten vor dem Aussterben zu bewahren. Oberstes Ziel des Zoos ist es, gefährdete Tierarten wieder durch Reintegrationsprojekte in ihren natürlichen Lebensraum zurückzuführen. Zur Zeit ist der Zoo für 37 solcher "reintroduction projects" verantwortlich.

Der Zoo hat sich außerdem aufgrund seiner großzügigen und naturbelassenen Gehege einen guten Namen gemacht. Tierliebhaber können die Bemühungen des Chester Zoos im Natur- und Artenschutz finanziell durch die Übernahme einer Tierpatenschaft unterstützen. Die Geschichte der Tierparks beginnt schon sehr früh. Bereits im Altertum haben sich vermögende Leute den Luxus eines "Bestiariums" geleistet, in dem exotische Tiere eingesperrt und zur Schau gestellt wurden. Davon sind die modernen Zoos inzwischen weit entfernt. Es geht nicht mehr darum, Tiere vorzuführen, es geht darum, sie artgerecht zu halten und das interessierte Publikum über die Lebensgewohnheiten und -umgebung der Tiere zu unterrichten. Die Tiergehege unterliegen strengen Kontrollen. Bei Zuwiderhandlung werden Einrichtungen geschlossen.

Heutzutage bemühen sich Zoos darum, dass sich das Leben der Tiere dort kaum vom Leben in der freien Natur unterscheidet. So gibt es zum Beispiel künstliche Savannen für Zebras, Korallenriffe für Tropenfische oder Mangrovensümpfe für Krokodile. Moderne Zoos verstehen sich auch als Kämpfer für den Artenerhalt. Etliche Tiere der Erde sind deshalb vom Aussterben bedroht, weil der Mensch in ihren Lebensraum eindringt oder ihn zerstört. Die meisten Zoos versuchen dem Aussterben Einhalt zu gebieten, indem sie seltene Tierarten nachzüchten. Leider sind ihre Bemühungen nicht immer von Erfolg gekrönt, da viele Tiere sich in Gefangenschaft nicht fortpflanzen.

  • Holzstich, der die Stadt Manchester um 1850 zeigt. Das aufstrebende Manchester um 1850, Holzstich; Rechte: akg

Manchester

Manchester, der Wohnort von Toms Vater, hat eine Einwohnerzahl von etwa 400.000 und ist damit siebtgrößte Stadt Englands nach London, Birmingham, Leeds, Sheffield, Liverpool und Bradford. Dennoch stellt Manchester, als Verwaltungssitz von "Greater Manchester", das zweitwichtigste Handels- und Finanzzentrum des Landes dar. Es verfügt über einen bedeutenden Hafen und hat sich in den vergangenen Jahren außerdem einen Ruf als international anerkannte Kulturmetropole gemacht.

Durch den Niedergang der traditionellen Industriezweige (Textil- und Schwerindustrie) musste sich Manchester in den letzten Jahren wirtschaftlich diversifizieren und so spielt neben der Papier-, Elektro-, Computer- und Pharmaindustrie, auch die Film- und Fernsehindustrie mittlerweile eine zentrale wirtschaftliche Rolle. Sie generiert mehrere Tausende von Arbeitsplätzen und die Stadt Manchester bemüht sich deshalb, ihre Stadt auch weiterhin als Drehort für Film- und Fernsehproduktionen zu vermarkten (Manchester City Council 2004). Zu den bekanntesten Produktionen der letzen Jahre gehören die Seifenoper "Coronation Street" und der internationale Publikumserfolg "East is East".

  • Blick auf ein Stadion voller Fußballfans. In der Mitte stehend Alexander Ferguson. Trainer Alexander Ferguson inmitten von ManU-Fans; Rechte: afp/Paul Ellis

Manchester United

Manchester United oder 'ManU', wie dieser Verein abgekürzt genannt wird, ist der erfolgreichste Fußballverein der englischen Premier League. Die Mannschaft wurde insgesamt 15 mal englischer Meister und gewann darüber hinaus zweimal die Champions League und jeweils einmal den renommierten FA Cup sowie den Weltpokal. Der seit 1986 amtierende Trainer Alex Ferguson wurde nach dem Gewinn des Tripels (Meisterschaft, Champions League und FA Cup) in der Saison 1998/99 von der Queen in den Ritterstand erhoben und trägt seitdem den Titel Sir Alex Ferguson.

Aufgrund seines Erfolges ist Manchester United der derzeit populärste Verein im internationalen Fußball. Laut Aussagen des Hauptsponsors zieht jedes Spiel ein weltweites Publikum von durchschnittlich 50 Millionen Zuschauern vor die Fernsehbildschirme und "Old Trafford", das Vereinsstadions, ist international bekannt. Von einem solchen Erfolg kann Manchesters zweiter Fußballverein "Manchester City", der im Manchester City Stadium aufläuft, nur träumen.

The Lowry

Die Stadt Manchester verfügt über eine Vielzahl von Museen, Kunstgalerien und Theatern. Zu einer der interessantesten Einrichtungen zählt dabei das im April 2000 eröffnete Kulturzentrum "The Lowry". "The Lowry" ist nach dem in Manchester lebenden Künstler Laurence Stephen Lowry (1887-1976) benannt, der sich durch seine gesellschaftskritische Malerei aus der Zeit der industriellen Revolution und besonders durch seine "Zündholzmännchen" einen Namen gemacht hat.

"The Lowry" ist Kernstück und architektonisches Aushängeschild der wiederbelebten Salford Quays - dem ehemals brachliegendem Hafengelände der Stadt. Neben ungefähr 350 Gemälden und Zeichnungen von Lowry beherbergt das Kulturzentrum wechselnde Ausstellungen von Werken verschiedener zeitgenössischer Künstler. Außerdem verfügt es über zwei Bühnen, auf denen ein abwechslungsreiches Unterhaltungsprogramm von Theater, Oper, Jazz bis Comedy geboten wird.

  • Snowdonia-Nationalpark in Wales. Zu sehen sind bewaldete Berge und Hügel, blauer Himmel und ein Tal mit zwei Seen. Der Snowdonia-Nationalpark im Norden von Wales; Rechte: dpa

Wales

Wales, oder walisisch Cymru, befindet sich im Westen Großbritanniens und erstreckt sich halbinselartig auf einer Fläche von etwa 20.700 Quadratkilometern. Wales hat ungefähr 2,8 Millionen Einwohner. Die Hauptstadt von Wales heißt Cardiff. Auch wenn das Land verwaltungstechnisch zu England gehört, so zeichnet es sich doch durch eine ausgeprägte kulturelle Eigenständigkeit aus, die sich am auffälligstem in der Sprache - dem Walisischen - widerspiegelt, welche neben dem Englischen von etwa einem Viertel der walisischen Bevölkerung gesprochen wird und deren Aufrechterhaltung von der Regierung gefördert wird.

Die Schönheit der Natur in Wales ist wahrhaft außergewöhnlich. Das Land hat drei Nationalparks und fünf Regionen, die mit dem Titel 'Area of Outstanding Natural Beauty' ausgezeichnet wurden, nämlich das Wye Valley, die Halbinsel Gower, die Halbinsel Llyn, die Isle of Anglesey und die Clwydian Range.

Im Norden befindet sich der prachtvolle Snowdonia Nationalpark, benannt nach dem höchsten Berg in England und Wales. Die Tatsache, dass das Land, mit Ausnahme einiger flacher Küstenregionen im Süden und Südwesten des Landes, fast ausschließlich von Gebirgen geprägt ist, macht Wales zu einem beliebtem Ausflugsziel für professionelle und hobbymäßige Radsportler.

  • Blick auf die Bucht von Llandudno. Im Vordergrund Meer, im Hintergrund sein einige Häuser und Hügel zu sehen. Blick auf die Bucht von Llandudno; Rechte: WDR

Coed y Brenin

Der Name Coed y Brenin wird in Radsportkreisen synonym für "Mountainbike Mecca" verwendet. Es handelt sich hierbei um ein etwa 3600 Hektar großes Waldgebiet in der Nähe von Dolgellau, welches nach jahrelanger Beanspruchung durch den Kupferbergbau bereits 1922 von der walisischen Waldaufsichtsbehörde aufgekauft und extensiv wiederaufgeforstet wurde. Heute befinden sich im Wald mehr als 40 Meilen (ca. 65 km) Fahrradrennstrecken, auf denen die besten Mountainbiker aus aller Welt trainieren.

Llandudno

Llandudno liegt auf seiner eigenen Halbinsel zwischen den hoch aufragenden Landspitzen Great und Little Orme. Die Landschaft von Nordwales ist überaus vielfältig für eine so kompakte Region - Hügel, Täler, Strände und Klippen bieten ein ideales Umfeld fürs Baden, Wandern, Angeln und alle Arten von Wassersport.

  • Landschaft in Wales mit einem Steinwall im Vordergrund. Landschaft in Wales mit Steinwall; Rechte: mauritius

Walisisch

Obwohl Wales seit 1535 von London aus regiert wird, besitzt die Region einen eigenen unverkennbar keltischen Charakter. In Wales spricht man Englisch und Walisisch. Alle Schüler lernen Walisisch in der Schule, aber nur 16 Prozent der Schüler besuchen eine sogenannte "Welsh-medium school" , dass heißt eine Schule, in der alle Fächer in Walisisch unterrichtet werden.

Walisisch ist eine musikalische Sprache, die heute nur von 18,9 Prozent der walisischen Bevölkerung beherrscht wird. Vor 200 Jahren sprach fast die gesamte Bevölkerung Walisisch, 1900 noch über eine Millionen Einwohner und derzeit nur noch 500.000. Doch in Nordwales ist Walisisch heute noch Alltagssprache. Offiziell herrscht Zweisprachigkeit: Straßenschilder sind in Englisch und Walisisch geschrieben, auch in Gegenden, in denen kaum Walisisch gesprochen wird.