Fast 500 Jahre haben Teile Deutschlands zum Römischen Reich gehört. Der Unterschied zwischen den erobernden Römern und den eroberten Kelten und Germanen war sehr groß. So wurden Verwaltung und Rechtspflege, Handel und Verkehr, Technik und Wirtschaft entscheidend von den Römern geprägt. Kunst und geistiges Leben erhielten nachhaltige Anregungen und fruchtbare Impulse.
Römische Herrschaft - das bedeutete nicht zeitweilige Fremdherrschaft, die dann abgeschüttelt wurde oder unterging. Römische Herrschaft wirkte auch dann fort, als es sie längst nicht mehr gab; vor allem dadurch, dass sie im gallisch-germanischen Raum Wurzeln geschlagen und die Basis für eine europäische Kultur gelegt hat, deren wichtigstes Element das Christentum wurde. Römisches Erbe finden wir allenthalben: in Städtenamen (Trier, Köln), in der Sprache (Lehn- und Fremdwörter), in der Verwaltung und im Gerichtswesen, in der Architektur, im Zeremoniell der Kirche, in der Agrikultur. Auf römische Spuren stößt immer wieder der Bagger, römische Bauwerke sind Anziehungspunkte für Touristen.
Die sechsteilige Sendereihe versucht, einige der genannten Aspekte aufzugreifen und exemplarisch ins Bild zu rücken. Jede Sendung bildet in sich eine Einheit und kann einzeln für den Unterricht ausgewählt und eingesetzt werden. Alle sechs Sendungen schlagen den Bogen "von Rom zum Rhein" - oder auch vom Rhein nach Rom, d.h. sie zeigen typisch Römisches und spiegeln dies in seinen Ausformungen in den germanischen Provinzen.