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Das Immunsystem reagiert sofort auf Eindringlinge; Rechte: WDR
Die Diphterieepidemie konnte bekämpft werden; Rechte: WDR
Das Immunsystem führt eine Dauerschlacht gegen Erreger von außen. Schürft man sich nur die Haut oberflächlich auf, können Keime eindringen - Eiter- oder Tetanusbakterien beispielsweise. Doch sofort greift das körpereigene Abwehrsystem an.
Seit dem Ende des 18. Jahrhunderts versuchen Wissenschaftler, dem Geheimnis dieses Kampfes auf die Spur zu kommen. So fand Edward Jenner heraus, dass eine Impfung mit den harmlosen Kuhpocken auch gegen die gefährlichen echten Pocken schützt. Jahrzehnte später forschte Ilja Metschnikow an Seesternlarven und entdeckte, dass beim Einführen eines Fremdkörpers bestimmte Zellen versuchen, den Fremdkörper abzuwehren. Er vermutete, dass es im menschlichen Körper ähnliche Abwehrzellen geben könnte. Diesen Ergebnissen schienen zunächst die Erkenntnisse des deutschen Forschers Paul Ehrlich zu widersprechen, der von einem Antitoxin im Blut des Menschen ausging. Schließlich konnten jedoch die Ergebnisse beider Wissenschaftler zusammengeführt werden. Sie bildeten die Grundlage für die passive Immunisierung, mit der eine Diphterieepidemie erfolgreich bekämpft werden konnte. Schließlich wurde auch die aktive Immunisierung entwickelt, auf deren Wirkungsweise die heutigen Impfstoffe beruhen.
Der Film verwebt verschiedene Elemente: Spielfilmsequenzen zeigen Episoden aus der Biografie der Wissenschaftler, historische und aktuelle Aufnahmen machen Methoden der Krankheitsbekämpfung und die Bedeutung von Impfungen nachvollziehbar. Sie werden ergänzt durch Trickfilme, die die Funktionsweise des Immunsystems anschaulich machen.
