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Sendungsinhalt: Vier Tote in Ohio

  • Auf dem Foto ist ein Gedenkstein zu sehen, in den vier Namen eingraviert sind Zur Erinnerung an die vier toten Studenten; Rechte: WDR

Am Vormittag des 4. Mai 1970 haben sich Studenten der Universität von Kent im US-Bundesstaat Ohio friedlich auf dem Campus versammelt, um gegen die Ausweitung des Vietnam-Kriegs nach Kambodscha zu demonstrieren. Die amerikanischen Fernsehsender CBS, NBC und ABC begleiten die Demonstration. Plötzlich marschieren bewaffnete Soldaten der Nationalgarde auf und eröffnen das Feuer, "ohne bedroht oder in Gefahr zu sein", wie später das FBI feststellt. Innerhalb von nur 13 Sekunden werden mindestens 67 Schüsse abgefeuert. Vier Studenten sind auf der Stelle tot, neun weitere werden zum Teil schwer verletzt.

Da sich das Ereignis vor dem Gebäudetrakt für "Journalismus und Massenkommunikation" abspielt, entstehen neben den Fernsehaufnahmen auch Filmaufnahmen auf Super 8 und 16 mm. Diese Archivdokumente bilden den Ausgangspunkt der WDR-Dokumentation. Dass trotz einiger hundert Augenzeugen kein Soldat der Nationalgarde für die Schüsse auf unbewaffnete Studenten bestraft wurde, macht den 4. Mai 1970 zu einem bis heute unverarbeiteten Trauma in der Geschichte der USA.

In der Folge der Ereignisse an der Universität von Kent stehen weltweite Demonstrationen gegen die Fortsetzung des Vietnamkrieges und der Anfang vom Ende der Präsidentschaft Richard Nixons.