zum Inhalt.
zur Hauptnavigation.
In ganz Zentralasien suchen die Menschen, nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion, nach neuen Wegen und Möglichkeiten sich in der veränderten Welt zurechtzufinden. Dazu gehört auch die Rückbesinnung auf alte Werte und auf die Religion. Besonders in Usbekistan gewinnt der Islam wieder zunehmend an Bedeutung. Die alten Moscheen und Medresen, die islamischen Hochschulen, werden restauriert und viele junge Männer lassen sich hier ausbilden. Mohammed, der junge Koranschüler, der an der berühmten Medrese Mir-i-Arab an der Seidenstraße in Buchara Religionsgeschichte lernt, betont, wie wichtig ihm ein offener, nach vorne gewandter Islam ist.
Es ist ein sanfter volkstümlicher Islam, der hier wieder Fuß fasst. Radikalislamische Tendenzen, die in den Nachbarländern Afghanistan und Iran vorherrschen, konnten sich in Zentralasien bisher nur wenig durchsetzen.
Noch heute kann man in Buchara, der alten Oasenstadt an der Seidenstrasse, viel vom früheren Reichtum erkennen. Über 100 islamische Hochschulen, so genannte Medresen, gab es hier einst, ein Erbe, das langsam wieder entdeckt wird.
Der Islam gilt vielen jungen Usbeken als Gegenmodell zur Sowjetzeit und die Regierung hat mittlerweile begonnen die alten Prachtbauten, von Stalin einst als Schweineställe und Lagerhallen missbraucht, wieder zu restaurieren.
Viele Menschen in Usbekistan entdecken die Religion wieder neu, ohne dass sich fundamentalistische Einflüsse durchsetzen können.
