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Kirgisistan

In Kirgisistan scheint das Leben auf den ersten Blick ganz anders zu sein. Als traditionelles Hirtenvolk leben viele Kirgisen in den Bergen. Aber auch hier ist die Zeit nicht stehen geblieben. Der Zusammenbruch des Sozialismus hat dazu geführt, dass die ehemaligen großen Kollektivherden abgeschafft und die Tiere auf die Hirten verteilt wurden. Die staatliche Betreuung ist gänzlich weggefallen, alles muss nun auf privater Basis organisiert werden. Und alle Ausgaben werden aus der eigenen Tasche bestritten.

Viele Hirten und Tierzüchter haben große Probleme mit der Umstellung auf die Bedingungen der neuen Marktwirtschaft. Durch die schlechten Versorgungsmöglichkeiten sind die ehemals so großen Jakherden in den letzten Jahren sehr geschrumpft. Der Tierarzt Monolbai Toktunov hat einen privaten Veterinärdienst gegründet, der den Hirten eine gewisse medizinische Versorgung der Tiere bietet. Zu Pferd besucht er auch die entlegenen kirgisischen Bergregionen und bringt neben medizinischem Wissen und Medikamenten auch Neuigkeiten und etwas Abwechslung zu den Hirtenfamilien.


  • Tierarzt Monolbai ToktunovTierarzt Monolbai Toktunov, der früher beim sowjetischen Veterinäramt arbeitete, besucht heute die Bergbauern auf eigene Rechnung. Oft muss er weite Wege zurücklegen.
  • Tierarzt Monolbai Toktunov

    Tierarzt Monolbai Toktunov

  • Land und Vieh

    Nach dem Umbruch wurden Land und Vieh der Sowchosen rasch an die Leute verteilt.

  • Traditionell ziehen die Nomaden Kirgisistans im Sommer auf die Hochweiden. Kirgisen sind Bergnomaden, erst die Sowjets zwangen sie in die Sesshaftigkeit.