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Sendungsinhalt: Tschernobyl - strahlende Natur

Die Gegend um den Reaktor in Tschernobyl ist heute erstaunlich grün. Wo man eine leblose, radioaktiv verseuchte Wüste erwartet, zwitschern die Vögel. Vor 25 Jahren mussten die Menschen das Gebiet verlassen. Seitdem erobert die Natur die Stadt zurück. Doch wie kann es sein, dass hier überhaupt etwas lebt? Wir begleiten Forscher bei ihrer Arbeit in der „Todeszone“. Manche Pflanzen ein und derselben Art zeigen starke Mutationen, andere erscheinen völlig normal. Auch in der Tierwelt gibt es erstaunliche Unterschiede: Die Nagetiere scheinen über Generationen geradezu „immun“ gegen Radioaktivität geworden zu sein, während in Tschernobyl schlüpfende Schwalbenküken auch heute noch unter Missbildungen leiden. Diese Bestandsaufnahme führt auf eindrückliche Weise vor Augen, welche Auswirkungen Radioaktivität auf die Natur hat und dass diese extrem unterschiedlich und kaum vorhersehbar sind.

Tschernobyl - strahlende Natur

Kapitelübersicht:

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Der Super-GAU von 1986 und die Folgen für die Tierwelt

00:00 – 07:17

Durch eine Kernschmelze im Kernkraftwerk Tschernobyl gelangten 1986 große Mengen Radioaktivität in die Umwelt. Eine Sperrzone wurde eingerichtet, in der noch heute hohe Strahlenwerte gemessen werden. Wie es z.B. Mäusen trotzdem gelingt in dieser „Todeszone“ zu leben, untersucht der ukrainische Biologe Sergej Gaschak.

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Die Strahlenbelastung heute bei Pflanzen

07:17 – 16:57

Aus dem Boden nehmen Pflanzen radioaktive Elemente auf und bringen sie in den Nahrungskreislauf ein. Manche Baumarten zeigen strahlungsbedingte Mutationen, andere erscheinen unversehrt. Der Botaniker Leonid Bogdan verspeist sorglos Kirschen aus dem Sperrgebiet. Er hat herausgefunden, dass manche Nutzpflanzen kaum Radioaktivität aufnehmen, andere sehr viel.

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Strahlungsschäden bei Mäusen und Schwalben

16:57 – 23:45

Gewebeproben von Mäusen aus der Sperrzone zeigen, dass ihr Immunsystem permanent auf Hochtouren läuft, um mögliche Strahlungsschäden abzuwenden. Grundsätzlich scheint das zu funktionieren – die Mäusepopulationen sind stabil. Bei Schwalben dagegen sind die Folgen deutlich negativer – ihre Bestände gehen zurück. Haben die „Dauerbewohner“ Mäuse einen Vorteil gegenüber den „Saisongästen“ Schwalben?

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Mäuse im Experiment: Kann ihr Körper den Umgang mit Radioaktivität „trainieren“?

23:45 – Ende

Im Experiment zeigt sich, dass eine „Dauerbestrahlung“ mittlerer Stärke das Immunsystem der Mäuse so „trainiert“, dass ihnen dann auch starke Radioaktivität weniger ausmacht. Dieses „Training“ fehlt Durchreisenden, wie den Schwalben. Eventuell ergeben sich hieraus auch Ansätze für Bestrahlungstherapien beim Menschen.