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Sendungsinhalt: Die Schlacht von Tschernobyl

Am 26. April 1986 explodierte ein Reaktor im Kernkraftwerk von Tschernobyl und schleuderte riesige Mengen radioaktiven Materials in die Atmosphäre. Sieben Monate lang kämpften 800 000 sowjetische Soldaten, Bergleute und Zivilisten, um die Radioaktivität vor Ort einzudämmen und um eine zweite Explosion zu verhindern, die halb Europa unbewohnbar gemacht hätte. 50.000 bis 100.000 dieser Katastrophenhelfer sind inzwischen an den Folgen der Strahlenbelastung gestorben, die meisten Überlebenden sind krank. Die Dokumentation zeichnet die Ereignisse in Zeugenberichten und Archivaufnahmen nach.

Die Schlacht von Tschernobyl

Kapitelübersicht:

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Der Unfall

00:00 – 01:59

Am 26. April 1986 kommt es im Kernkraftwerk Tschernobyl zu einer Explosion. In den folgenden sieben Monaten kämpfen mehrere hunderttausend Menschen gegen die freigesetzte Radioaktivität.

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Die Lage in der Stadt Pripjat

01:59 – 06:02

Hubschrauberpiloten entdecken den zerstörten Reaktor. Die radioaktive Strahlung in der nahegelegenen Stadt Pripjat steigt auf das 600.000-fache des Normalwerts. Trotz der tödlichen Gefahr werden die Einwohner erst 30 Stunden nach dem Unfall informiert und evakuiert.

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Löscharbeiten und Strahlenkrankheit

06:02 – 09:14

Die radioaktiven Wolken ziehen über Europa. Erst am Abend des dritten Tages informiert Moskau die Welt. Noch immer brennt im zerstörten Reaktor die radioaktive Schmelze. Hubschrauber werfen Sand und Borsäure ab um das Feuer zu ersticken. Die Piloten werden dabei tödlich verstrahlt.

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Gefahr einer weiteren Explosion

09:14 – 12:50

Das Gebiet im Umkreis von 30 km um das Kraftwerk wird zur Sperrzone. Der Kernbrennstoff brennt weiter, die Radioaktivität steigt. Es droht eine zweite, noch schlimmere Explosion. 2400 Tonnen Blei werden abgeworfen um den Reaktor abzudichten und die Temperatur zu senken.

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10.000 Bergleute im Einsatz

12:50 – 15:59

Die radioaktive Schmelze droht in den Boden zu sickern und das Grundwasser zu verseuchen. 10.000 Bergleute graben einen Tunnel zum Reaktor und heben darunter einen Raum aus, der mit Beton gefüllt wird. Aufgrund der Strahlenbelastung wird jeder vierte Bergmann sterben, bevor er 40 ist.

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Hunderttausende Liquidatoren bekämpfen die Radioaktivität

15:59 – 20:02

Nun muss verhindert werden, dass die Radioaktivität sich weiter ausbreitet. Die ganze Sowjetunion wird mobilisiert: 100.000 Soldaten und mehrere hunderttausend Zivilisten sind im Einsatz. Sie vergraben radioaktive Erde und beginnen einen Sarkophag für den Reaktor zu bauen. Noch nie wurde an einem so stark radioaktiv verseuchten Ort gearbeitet.

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Dekontaminierung des Daches durch "Bioroboter"

20:02 – 24:38

Das Dach des Kraftwerks ist mit hochradioaktiven Graphitbrocken übersät. Die ferngesteuerten Maschinen versagen, deshalb müssen 3.500 Reservisten den Schutt herunter schaufeln. Die Männer dürfen nur 45 Sekunden auf dem Dach bleiben. Dann haben sie die maximale Strahlendosis erreicht und sind völlig entkräftet. Viele haben Schmerzen und Blutungen.

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Die gesundheitlichen Folgen

24:38 – 27:09

Alle, die in Tschernobyl waren, leiden unter den Folgen der radioaktiven Verstrahlung. Zigtausende sind gestorben, die Überlebenden sind krank und arbeitsunfähig. Millionen Menschen in den verstrahlten Gebieten leiden unter Schilddrüsenkrebs und anderen Krankheiten. Es kommt vermehrt zu Fehlgeburten und Missbildungen.

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Die Risiken der Kernkraft

27:09 – Ende

Die Umgebung von Tschernobyl ist und bleibt verstrahlt. Unter dem maroden Sarkophag liegt weiterhin das tödliche Gift. Es bleibt für hunderttausende Generationen lebensgefährlich. Der Umgang mit Kernkraft weltweit bedarf größter Vorsicht und klarer Information über die Risiken.