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Westdeutschland im Sommer 1945: Der Krieg ist zu Ende und doch scheint ein normales Leben zunächst kaum möglich zu sein. Die Städte an Rhein und Ruhr liegen in Trümmern, Hunderttausende von Männern sind gefallen, vermisst oder in Gefangenschaft, Frauen und Kinder strömen aus der Evakuierung und der Kinderlandverschickung zurück.
Die Organisation des Alltags, die Wirtschaft, das zaghafte politische Leben nach der Diktatur - alles steht unter der wachsamen Kontrolle der britischen Besatzer. Sie vermuten, dass es zwei Jahrzehnte dauern wird, bis aus dem völlig zerstörten Land wieder ein funktionierendes Gemeinwesen werden kann. Doch sie irren sich: Der Neubeginn entwickelt eine in der Rückschau unglaubliche Dynamik.
Der Alltag in den "Trümmerjahren" und die Leistungen des Wiederaufbaus sind zum Gründungsmythos der Bundesrepublik geworden. Die vierteilige Dokumentationsreihe schildert das Lebensgefühl dieser Zeit aus der Erinnerung von Menschen, die sie als Kinder oder Erwachsene erlebt haben. Die meisten von ihnen erinnern sich mit gemischten Emotionen an Hunger, Kälte und materielle Not, aber auch an Glücksmomente, an Solidarität und das Gefühl der eigenen Stärke.
