zum Inhalt.
zur Hauptnavigation.
„Neben den Aufgaben, den Schülerinnen und Schülern Wissen über Lebewesen zu vermitteln und sie zur Wertschätzung der Natur anzuleiten, ist es [...] ein wesentliches Ziel des Biologieunterrichts, ihnen wichtige Erkenntnisse und Entwicklungen in den Biowissenschaften durchschaubar und verständlich zu machen.“ (Bildungsplan Gymnasium Baden-Württemberg 2004, Seite 202).Der Biologieunterricht darf sich nicht im bloßen Erlernen von Fakten erschöpfen, sondern soll als erklärender Unterricht auf grundlegende Prinzipien und Gesetzmäßigkeiten sowie auf Kenntnisse und Methoden der anderen Naturwissenschaften zurückgreifen. (Bildungsplan Gymnasium Baden-Württemberg 2004, Seite 202)
(anhand des Bildungsplans für Gymnasien in Baden-Württemberg; dies gilt entsprechend für die Schulen der anderen Bundesländer)Die Sendung zeigt Beispiele, wie verschiedene Lebewesen in der Lage sind, sogar auf glatten Oberflächen zu haften und wie Wissenschaftler am Max-Planck-Institut in Stuttgart-Vaihingen diese phänomenalen Haftkräfte erforschen. Die Sendung eignet sich gut, um einige der grundlegenden Prinzipien der Biologie bewusst zu machen oder zu vertiefen, zum Beispiel in den Klassenstufen 5/6 und 9/10:
In Bezug auf die Methodenkompetenz eignen sich die Sendungen hervorragend zum Üben aufmerksamen Zuhörens und Beobachtens mit anschließender Informationssicherung.
Für die Klassenstufe 5/6 des Gymnasiums kann die Sendung beispielsweise eingesetzt werden, um
Da Klebekünstler aus verschiedenen Tiergruppen dargestellt werden, kann die Sendung im Anschluss an die Behandlung der unterschiedlichen Tiergruppen zur Vertiefung und Wiederholung eingesetzt werden.Aufgrund mangelnder physikalischer und chemischer Grundkenntnisse kann in dieser Klassenstufe nicht auf die genaue Funktionsweise der Haftorgane eingegangen werden.
Für die Klassenstufe 9/10 des Gymnasiums eignet sich die Sendung dazu,
Ein möglicher Stundeneinstieg ist die Fragestellung, wie es Geckos und vielen Insektenarten gelingt, an glatten Wänden hochzugehen beziehungsweise kopfüber an der Decke zu spazieren. Im Idealfall wird diese Fragestellung durch die Begegnung mit dem lebenden Objekt verbunden (Gecko oder Stubenfliege aus der Tierhandlung). Dies steigert sicherlich die Motivation, sich mit der Thematik zu beschäftigen. In diesem Zusammenhang sollte beachtet werden, dass auch auf die Lebensweise der mitgebrachten Tierarten eingegangen wird. Alternativ zum lebenden Objekt können natürlich auch geeignete Abbildungen eingesetzt werden. Nun sollten die Schüler die Möglichkeit haben, selbständig Hypothesen aufzustellen. Neben den in der Sendung genannten Klebemechanismen könnten folgende Vorschläge genannt werden: Saugnäpfe / chemische Kleber / feine Häkchen
Im Anschluss werden die Hypothesen der Schüler anhand der Sendung mit den Forschungsergebnissen der Wissenschaftler des Max-Planck-Institutes überprüft. In einer an den Film anschließenden Diskussion werden Vor- und Nachteile aller genannten Klebemechanismen erörtert:
Dieser Unterrichtsgang entspricht dem für alle Naturwissenschaften typischen Vorgehen: beobachten, Hypothesen aufstellen und überprüfen, Erkenntnisse formulieren.
© Text: Carola Backfisch unterrichtet Biologie und Mathematik am Friedrich-Abel-Gymnasium Vaihingen/Enz
© Text: Alexandra Scheich unterrichtet Biologie und Mathematik am Friedrich-Abel-Gymnasium Vaihingen/Enz; Fachberaterin Biologie für das RP Stuttgart
