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Unterricht: Aus Kost wird Kot

Didaktische Hinweise zum Einsatz im Fach Biologie

Der naturwissenschaftliche Unterricht soll dazu beitragen, bei den Schülerinnen und Schülern ein ausdifferenziertes Verständnis von Begriffen, Prinzipien und Prozessen aufzubauen. Um das menschliche Verdauungssystem in Aufbau und Wirkungsweise verstehen zu können, ist unter anderem eine Begriffsbildung der daran beteiligten Organe sowie deren Aufbau und Funktion unumgänglich. Erst dies schafft die Grundlage für die anschließende Erarbeitung der Zerlegung einzelner Nährstoffe in ihre Grundbausteine mithilfe verschiedener Enzyme. Ein Vergleich mit den Verdauungsvorgängen von Pflanzenfressern sowie die Darstellung weiterer, teilweise sehr verwunderlicher Vorgänge im Tierreich hinsichtlich dieses Themenbereichs ermöglichen den Schülerinnen und Schülern ein staunendes Erfassen des Phänomens Verdauung.

Farbige grafische Darstellung der Verdauungsorgane und ihrer Lage beim Menschen. Die einzelnen Organe sind beschriftet. (Rechte: Mariana Ruiz Villarreal)

Die Verdauungsorgane des Menschen

Methodische Hinweise

Der Einsatz der Sendung „Aus Kost wird Kot“ eignet sich besonders in den Klassenstufen 5 und 6. Am Beginn der Unterrichtsstunde könnte die Frage stehen, auf welche „Reise“ sich beispielsweise ein Gummibärchen begibt, wenn es geschluckt wird und welcher „Verwandlung“ es dabei ausgesetzt ist. Die Vorkenntnisse der Schüler werden zunächst ungeordnet an der Tafel oder auf Folie gesammelt und anschließend mittels der ersten Filmsequenz (bis etwa 5:30 Min.) überprüft. Anschließend kann wahlweise Arbeitsblatt 1 (Die Verdauungsorgane des Menschen) oder Arbeitsblatt 2 (Der Weg der Nahrung oder: Aus Kost wird Kot – die Aufgaben der Verdauungsorgane) in Einzel- oder Partnerarbeit gelöst werden, je nach Schwerpunktsetzung für diese Unterrichtsstunde. Danach erfolgt die Kontrolle im Plenum.

In der nächsten Unterrichtsphase steht die Überprüfung der anfänglichen Schülerver-mutungen im Mittelpunkt. Der Tafel- beziehungsweise Folienaufschrieb wird mit den im Film genannten Tatsachen verglichen. Die „Reise“ des Gummibärchens soll somit erneut nachvollzogen, die Lerninhalte gefestigt werden.

In einem weiteren Unterrichtsschritt kann der nun bekannte menschliche Verdauungstrakt mit dem von Pflanzenfressern verglichen werden. Wieder sollte den Schülern zuerst Gelegenheit gegeben werden, auf ihr bereits vorhandenes Wissen zurückzugreifen. Der folgende Filmausschnitt, der die Verdauungsvorgänge bei Pferd und Rind darstellt, wird gezeigt, anschließend Arbeitsblatt 3 (Kühe verdauen anders oder: Der Weg der Nahrung durch den Rindermagen) bearbeitet.

Alternativ wäre denkbar, Arbeitsblatt 4 (Erstaunliche Verdauung) auszugeben. Die Schüler raten zunächst, welche der genannten verwunderlichen Tatsachen sie für richtig halten. Danach wird die Sendung bis zum Ende gezeigt und die sich nun ergebenden Lösungen werden besprochen.

Modell eines Rindes, bei dem der Verdauungstrakt sichtbar ist – die vier Mägen sind beschriftet. (Rechte: SWR/WDR – Print aus der Sendung)

Die vier Mägen des Rinds

Arbeitsblätter