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Es war eine Sensation, als 1997 das erste klonierte Säugetier der Öffentlichkeit vorgestellt wurde. Das Schaf Dolly hatte das gleiche Erbgut wie seine genetische Mutter. Es brauchte 277 Eizellen und 13 Leihmütter, bis dieses Experiment funktionierte – halbwegs. Denn Dolly war zeitlebens krank und wurde nur sechs Jahre alt. Dafür wurde dieses Schaf das berühmteste der Welt und steht heute bestens präpariert auf einem Sockel im „Royal Museum of Scotland“ in Edinburgh. Inzwischen liegen wohl in keinem Forschungsgebiet große Hoffnungen und erschreckende Szenarien so nahe beieinander wie bei der Klonierung. Viele verbinden mit diesem Begriff Horrorvorstellungen von duplizierten Babys, die als lebende Ersatzteillager für kranke Organe gezüchtet werden. Manche sehen die Vorteile für die Tierzucht, wenn optimierte Hochleistungstiere endlos kopiert werden könnten. Kranke hoffen auf Heilung mit Hilfe von Stammzellen. Bei diesem therapeutischen Klonen interessiert gerade nicht die Option auf einen vollständigen Organismus. Allerdings wird es immer Wissenschaftler geben, die kein Tabu kennen, wenn es um Ruhm und Geld geht.
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