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Ein Ritual, das sich täglich wiederholt – der Gang aufs Klo! Unser Körper entzieht dem Essen, was er braucht. Er kann die Nahrung aber nicht rückstandslos verdauen; die Reste müssen entsorgt werden. 3D-Computer-Animationen veranschaulichen, was bei der Verdauung im Körper vor sich geht, welche Rolle zum Beispiel Galle, Bauchspeicheldrüse oder Darmbakterien spielen. Auch tierische Verdauungsstrategien werden unter die Lupe genommen: Eine Kuh profitiert von Symbionten in ihrem Magen, Termiten fressen den proteinreichen Kot ihrer Artgenossen, Bienen verwerten die Ausscheidungen von Läusen und Nagetiere erhalten wichtige Vitamine aus ihrem eigenen Kot. Aus den Hinterlassenschaften von Schleichkatzen brauen sich manche Feinschmecker einen ganz besonderen Kaffee. Aber Vorsicht: In Fäkalien stecken oft auch Krankheitserreger. Dass wir bei den täglich neu anfallenden Massen nicht im Mist ertrinken, verdanken wir dem „Recyclingservice" der Natur – Mistkäfern und vielen anderen kleinen Helfern.
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Der Mensch deckt seinen Energiebedarf durch Essen und Trinken. Aber die Nahrung kann nicht rückstandslos aufgenommen werden - die Reste werden "entsorgt". Eine Reihe von Organen sind an der Verdauung beteiligt. Dieser Prozess beginnt im Magen.
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Die Nährstoffaufnahme findet im Dünndarm statt. Ausstülpungen der Darmwand - die Zotten - sorgen für eine starke Oberflächenvergrößerung und somit einen effizienten Abtransport von Kohlenhydraten, Fetten und Eiweißen. Unverdauliches Material gelangt in den Dickdarm, wo es von Bakterien weiter zersetzt wird.
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Tiere fressen häufig Früchte und scheiden die Pflanzensamen unverdaut wieder aus. So auch manche Schleichkatzenarten. Haben diese Kaffeekirschen gefressen, so werden ihre Hinterlassenschaften zu einer begehrten Delikatesse: Kopi Luwak - der teuerste Kaffee der Welt, mit einem ganz besonderen Aroma.
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Pferde und Kühe ernähren sich beide hauptsächlich von Gras. Trotzdem sieht ihr Kot sehr unterschiedlich aus. Das liegt vor allem daran, dass Kühe ihre Nahrung wiederkäuen. Symbionten im Magen helfen ihnen, die eigentlich unverdauliche Zellulose aufzuschließen.
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Nagetiere sind in der Lage die vitaminreichen Abfallprodukte ihrer Darmbakterien zu nutzen: Sie produzieren "Weichkot" und fressen diesen. Bienen nutzen die Ausscheidungen von Läusen, um daraus Honig zu machen, der wiederum zum Teil in menschlichen Mägen landet.
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Auch wenn viel nützliches in Fäkalien steckt - sie sind auch Krankheitsüberträger. Tierische Hinterlassenschaften in Städten können deshalb zu mehr als nur einem "ästhetischen Problem" werden. Gut, dass die Entsorgung in freier Natur ganz ohne unser Zutun funktioniert. Mistkäfer gehören zu den kleinen Helfern, die die "Drecksarbeit" für uns erledigen.
