zum Inhalt.
zur Hauptnavigation.
Vor dem Hintergrund der historischen Ereignisse wird die Geschichte einer jüdischen Familie erzählt. Diese Vermischung verschiedener Ebenen macht die Sendung für die Verwendung in der Arbeit mit Schülern interessant, setzt aber gleichzeitig voraus, dass sich die Schüler im Vorfeld das nötige Wissen zum Verständnis der Ereignisse angeeignet haben. In diesem Sinne sollte man mit den Schülern im Vorfeld der Betrachtung über folgende Aspekte gesprochen haben:
Zu Beginn erfährt man etwas über die Geschichte der Juden in Baden während des Mittelalters. Hierbei handelt es sich jedoch nur um einführende Informationen, die zum weiteren Verständnis nicht weiter thematisiert werden müssen. Was jedoch besprochen werden könnte, ist die politische und wirtschaftliche Situation in den 20er Jahren. Da später auch die Machtergreifung Hitlers besonders hervorgehoben wird, hilft es den Schülern sicherlich, wenn sie über die Weimarer Republik, ihre Probleme und ihren Niedergang etwas erfahren. Die Entstehung einer antisemitischen Grundhaltung in weiten Teilen der Bevölkerung sollte hierbei eventuell besonders behandelt werden. Dies versteht sich auch vor dem Hintergrund des Zwiespaltes zwischen nationaler Verbundenheit, Heimatliebe und Hass gegenüber Fremden, die sich nicht als solche fühlen.
Ein weiterer Punkt, der sicherlich der vorherigen Erläuterung bedarf, sind die Rückbezüge des Beitrages auf die Gesetzgebung der Nationalsozialisten. Hierbei stehen natürlich die Nürnberger Rassengesetze im Vordergrund.
Ein großer Schwerpunkt der Sendung ist das Thema Vernichtungsmaschinerie. Das System der Konzentrations- und Vernichtungslager sollte im Zusammenhang mit dem Einsatz der Sendung im Unterricht ausführlich besprochen werden. Man sieht in der Sendung am Beispiel der Cohns einen typischen „Werdegang“ durch verschiedene Lager. Dass diese Lager innerhalb der Struktur der Vernichtungsmaschinerie unterschiedlich angesiedelt sind, bedarf der Erläuterung. Erfährt der Schüler zunächst etwas über den Aufenthalt Eduard Cohns in Dachau, schließlich etwas über seine Entlassung, wird aber später mit Lagern vom Typ Auschwitz und Theresienstadt konfrontiert, so sollte man doch auf die Unterschiede zwischen den Lagern hinweisen und sie erklären. Andernfalls könnte ein sehr verworrenes Bild der Situation entstehen.
In der Sendung taucht das Problem der Emigration auf. Eduard Cohn erfährt wie viele andere deutsche Juden am eigenen Leib, dass die Flüchtlinge, gleich welcher Gefahr sie in ihrer Heimat ausgesetzt sind, in den jeweiligen Zufluchtsländern durchaus nicht immer mit offenen Armen empfangen werden.
© Text: Sven Degenhardt
