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Köln ist mit 966.000 Einwohnern die größte Stadt in Nordrhein-Westfalen und neben Berlin, Hamburg und München eine von vier Millionenstädten in Deutschland.
Der Rhein ist einer der längsten Flüsse Europas. Er entspringt in der Schweiz und mündet in die Nordsee in Holland. Der Fluss hat eine Gesamtlänge von ungefähr 1.320 Kilometern. Der Rhein fließt auch durch Köln und teilt die Stadt in rechtsrheinische und linksrheinische
Wohngebiete ein.
Köln blickt auf eine über 2000-jährige Geschichte zurück. Seine Entstehung verdankt Köln dem Römer Gaius Julius Caesar. Er gründete im Jahre 38 vor Chr. auf der rechten Rheinseite eine Kolonie. So kam Köln zu seinem Namen "Colonia Claudia Ara Agrippinensium“. Colonia bedeutet Kolonie römischen Rechts, Claudia weist auf Kaiser Claudius hin. Der lange Name wurde im 4. Jahrhundert zu Colonia verkürzt.
Der Kölner Dom ist das Wahrzeichen von Köln und der Mittelpunkt der Stadt. Hier liegen der Hauptbahnhof und die größten Museen. Auf dem Platz, wo heute der Kölner Dom steht, standen früher auch schon andere Kirchen. Eine davon war der alte Dom. Er brannte im Jahr 1248 ab. In diesem Jahr begann auch der Bau des heutigen Doms. Der heutige Dom feierte 1998 seinen 750. Geburtstag. Er ist wegen seiner Geschichte, seiner Höhe (157,38 Meter) und dem kostbaren Dreikönigsschrein weltweit bekannt. Der aus Gold und Silber bestehende und mit Edelsteinen geschmückte Dreikönigsschrein (auch: Dreikönigenschrein) zählt zu den wertvollsten Schätzen des Kölner Doms. Im Dreikönigsschrein sollen die Gebeine der Heiligen Könige liegen. Der Reliquienschrein wurde ungefähr zwischen den Jahren 1190 und 1225 von dem Künstler Nikolaus von Verdun angefertigt. Seitdem pilgern Menschen aus aller Welt zum Kölner Dom, um das Grab der Heiligen zu besuchen.
Sternsinger sammeln für Kinderhilfsprojekte; Rechte: dpa
Die Legende von den "Heiligen Drei Königen" erzählt, dass drei Weise aus dem Morgenland das Jesuskind im Stall zu Bethlehem besuchten. Sie brachten kostbare Geschenke mit: Gold, Weihrauch und Myrrhe. Ein Stern hatte sie geführt. Die Könige hielten Jesus für den neugeborenen König der Juden. Die Legende erzählt auch, dass sie später zu Bischöfen geweiht und in einem gemeinsamen Grab bestattet wurden.
Eine genaue Untersuchung des Bibelauszugs von Matthäus (Neues Testament, Mt 2.1) ergibt aber, dass dieses überlieferte Wissen nicht durch die Bibel belegt wird. In der Bibel steht nicht, dass Caspar, Melchior und Balthasar Könige waren.Wenn vor 2000 Jahren drei Könige in ein anderes Land gekommen wären, hätten sie ein
großes Gefolge bei sich gehabt. Dies hätte viel Aufsehen erregt und wäre von
Geschichtsschreibern festgehalten worden. Es gibt jedoch keine solchen geschichtlichen Berichte.
In der Bibel ist nur von "Weisen“ oder "Sterndeutern“ die Rede. Auch die Namen Caspar, Melchior und Balthasar bekamen sie erst später. Sie werden in der Bibel nirgendwo erwähnt. Ob die Weisen wirklich zu dritt waren, steht ebenfalls nicht fest. Wahrscheinlich ist nur, dass die Weisen aus dem Osten kamen. Wissenschaftler glauben, sie kamen aus Persien.
Theobalds vierter König heißt Silbermond und ist ein Indianerhäuptling. Theobald bezieht sich im Film auf eine Figur aus dem Kinder- und Jugendbuch "Roter König - weißer Stern“ von Willi Fährmann. Das Buch ist eine Geschichte über einen vierten König, der ebenso wie die Heiligen Drei Könige dem Stern folgt, der die Geburt Christi anzeigte. Silbermond will dem König der Könige mit Geschenken seine Ehre erweisen. Seine Reise verzögert sich, da er vielen Menschen begegnet, die in Not sind und seiner Hilfe bedürfen. Die Geschenke, die er für den König der Könige mitgenommen hat, gibt er auf dem langen Weg an andere weiter. Am Ende seines Lebens begegnet der gealterte und mittellose Indianerhäuptling dann schließlich doch dem König der Könige, der Wasser in Wein verwandelt und ihn segnet.
© Text: Tanja Nowak & Christiane von Stechow
