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Schülerfilmwettbewerb "Sexplain Love"; Rechte WDR
Szene aus "With or without you"; Rechte: WDR
Szene aus "Ohne Liebe"; Rechte: WDR
Szene aus "Anna"; Rechte: WDR
Szene aus "It's okay to be gay"; Rechte: WDR
Szene aus "Vierzehn"; Rechte: WDR
Sexplain Love ist eine sehr schülerorientierte Form der Sexualerziehung. Schülerinnen und Schüler haben die Themen ausgewählt und die Drehbücher zu den Filmen geschrieben, die sie dann zusammen mit Profis umgesetzt haben. Das Ergebnis sind fünf unterhaltsame Geschichten über Aspekte der Sexualerziehung, die Jugendliche besonders bewegen. Die Schüler dürfte das besonders motivieren, sich mit den angesprochenen Themen auseinanderzusetzen. Beziehung, Kommunikation und Identität sind die großen Themen der Schülerfilme. Nach den Empfehlungen der Kultusministerkonferenz zur Sexualerziehung passen sie am besten in die Jahrgangsstufen 9 und 10.
Der Schwerpunkt der Reihe liegt auf der Förderung der sozialen Handlungskompetenz der Schüler. Es geht nicht primär um die Vermittlung von Fachwissen, sondern um die Befähigung, selbstbewusst, partnerschaftlich und verantwortungsbewusst mit Sexualität und Beziehungen umzugehen. Zu einem selbstbestimmten und selbstbewussten Umgang mit der eigenen Sexualität gehören kommunikative Kompetenz sowie Respekt und Toleranz gegenüber den Einstellungen und dem Verhalten anderer. Bei den Methoden greifen wir stark auf kreative Techniken und szenische Interpretationen zurück. Das erleichtert es den Schülern, ihre Gedanken und Gefühle zum Ausdruck zu bringen, auch wenn sie nicht einfach in Worte zu fassen sind.
Sexualerziehung ist in den meisten Bundesländern fächerübergreifend vorgesehen. So eignen sich die Filme für den Einsatz in Deutsch, Sozial- und Gemeinschaftskunde, Religion, Ethik und Biologie.
Die Filme greifen unterschiedliche Aspekte von Beziehung und Sexualität in der Pubertät auf. Sie lassen sich einzeln oder als Reihe im Unterricht behandeln. Der Film "With or without you" ist ein geeigneter Einstieg in den Themenkomplex, da er viele Aspekte auf jugendgemäße Art anspricht. Sie können den Film einsetzen, um die vielfältigen Aspekte der Sexualerziehung anzureißen und um anschließend diejenigen auswählen zu lassen, die die Schüler am meisten bewegen.
"Ohne Liebe": Der Film dreht sich um das erste Mal und One Night Stands.
"Vierzehn": Wann ist man reif für Sex? Wie sagt man Nein? Beziehungen zwischen Minderjährigen und ganz jungen Erwachsenen werden in diesem Film auch angesprochen.
In "It’s okay to be gay" und in "Anna" geht es um Homosexualität, mal aus der Sicht von Jungen und mal aus der Sicht von Mädchen.
Ergänzend lassen sich die anderen Filme aus dem Wissenspool "Sexualität und Aufklärung" einsetzen, die stärker Fachwissen vermitteln: Pubertät, die erste Liebe, HIV/Aids, Verhütung und Schwangerschaft sind die Themen. In den vier Filmen aus der Reihe "Loveline" stehen Jugendliche im Mittelpunkt, es kommen zudem Fachleute zu Wort, meist Mitarbeiter von Pro Familia. Welche Filme sich besonders gut an welchen Schülerfilm anschließen, haben wir in den methodisch-diaktischen Vorschlägen zu den einzelnen Sexplain-Love-Filmen beschrieben.
