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Sendungsinhalt: Schwanger mit 16

Szenenüberblick

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0:00 – 01:01

Minderjährig und schwanger

In Nordrhein-Westfalen wird jede hundertste Minderjährige schwanger. Rund die Hälfte davon entscheiden sich für eine Abtreibung - Jennifer nicht. Die heute 25-Jährige hat zwei Söhne und ist alleinerziehend. Mit 16 Jahren wurde sie zum ersten Mal schwanger und mit 24 zum zweiten Mal.

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01:02 – 03:10

Ausbildung oder Kind

Jennifer war im zehnten Schuljahr, als sie von ihrer Schwangerschaft erfuhr. Verhütet hatte sie nur unregelmäßig, weil sie die Wahrscheinlichkeit schwanger zu werden als gering einstufte. Zu diesem Zeitpunkt war ihr noch nicht bewusst, was sich alles in ihrem Leben ändern würde. Aber eines war klar: Ihre Ausbildung zur Zahnarzthelferin würde sie nun nicht antreten können.

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03:10 – 07:08

Überfordert und im Stich gelassen

Jennifer fühlte sich damals von ihrem 17-jährigen Freund im Stich gelassen: Während sie zu Hause saß, feierte der werdende Vater lieber Partys. Ihre Schwangerschaft verheimlichte Jennifer in der Schule. Nur eine Lehrerin wusste es und wollte Jennifer zur Abtreibung überreden. An die Geburt erinnert sich die junge Mutter ungerne zurück: Sie fühlte sich bevormundet, weil die Ärzte sie nicht ernst nahmen und die medizinischen Details lieber mit Jennifers Mutter als mit ihr selbst besprachen. Bei der Geburt ihres zweiten Sohnes hat sie sich für ein Geburtshaus entschieden.

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07:09 – 10:10

Minderjährige Mütter haben weniger Rechte

Der kleine Kerim hat Fieber, aber die Kinderärztin stellt glücklicherweise nichts Schlimmes fest. Der ältere Sohn Kevin war schon als Baby krank und musste einen Monat im Krankenhaus verbringen. Das war eine schlimme Zeit für die junge Mutter, denn als Minderjährige durfte Jennifer die Einwilligung zur Operation ihres Sohnes nicht unterschreiben und die zuständige Sachbearbeiterin vom Jugendamt war im Urlaub.

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10:11 – 13:38

Auf eigenen Beinen stehen

Jennifer hat als ältestes Kind schon oft ihre vier kleinen Geschwister betreut und ist darum schnell in ihre Mutterrolle hineingewachsen. Sie ist ehrgeizig und will sich nur im Notfall von ihrer Familie unterstützen lassen. Trotzdem besucht sie gerne ihre Eltern. Ihre Mutter hat sich damals über die Schwangerschaft gefreut. Ihr Vater hätte es lieber gesehen, wenn sie erst die Schule und eine Ausbildung beendet hätte. Aber eine Abtreibung kam auch für die Eltern nicht in Frage - dann doch lieber gleich richtig verhüten. Darüber spricht Jennifer auch oft mit ihren Geschwistern, damit ihnen nicht das Gleiche passiert.

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13:38 – 15:21

Verantwortung übernehmen

Der acht Jahre alte Sohn Kevin leidet unter Neurodermitis und im Sommer fährt Jennifer mit beiden Kindern in eine Mutter-Kind-Kur - ihr erster Urlaub seit langer Zeit. Jennifers Mutter macht sich etwas Sorgen, aber Jennifer ist zuversichtlich. Sie ist sich ihrer Verantwortung für die Kinder bewusst. Dieses Verantwortungsgefühl hat Jennifer auch früh dazu bewogen, trotz Schwangerschaft und Geburt ihren Realschulabschluss zu machen.

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15:21 – 17:43

Jennifer hat noch viel vor

Jennifer hat sich viel vorgenommen und will ihr Abitur nachholen. Das Abendgymnasium musste sie unterbrechen, als der kleine Kerim geboren wurde. Jetzt, ein Jahr später, macht sie einen Abi-Online-Kurs und lernt abends, wenn die Kinder im Bett sind. Jennifer sieht auch Vorteile in einer frühen Schwangerschaft: Als junge Mutter könne sie sich besser in die Kinder hineinversetzen und deren Bedürfnisse verstehen.

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17:44 – 20:06

Angstfrei leben

Die junge Mutter leidet unter Angstzuständen, seitdem sie den Vater von Kevin verlassen hat. Als sie noch mit ihm zusammen wohnte, bekam sie Depressionen: Sie hatte ein Kind, ging nach der Schule noch arbeiten, während sich ihr Freund nicht um die Familie kümmerte und ständig unterwegs war. Irdendwann reichte es ihr: Sie zog aus der gemeinsamen Wohnung aus - zunächst zurück zu ihren Eltern.

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20:07 – 23:50

Stark genug für ein zweites Kind

Als Jennifer das zweite Mal schwanger wurde, reagierte ihr Umfeld größtenteils negativ. Verhütet hatte sie zwar, aber das Kondom ging kaputt. Ihr Freund wollte sie zunächst zur Abtreibung überreden, entschloss sich dann aber doch, Jennifer zu unterstützen. Die junge Mutter holte sich außerdem Hilfe von der Schwangerenberatung "donum vitae". Ihre Beraterin schätzt Jennifers Stärke und Fürsorge für die Kinder.

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23:51 – 26:23

Selbstkritik und viel Fürsorge

Die junge Mutter ist selbstkritisch und will vieles noch besser machen. Beiden Kindern gerecht zu werden und mit beiden viel Zeit zu verbringen, sei schwierig. Jennifer weiß, dass ihr ältester Sohn, der früher alle Aufmerksamkeit alleine bekommen hat, nun manchmal zugunsten des jüngeren zurück stecken muss. Obwohl Kerims Vater nicht bei der jungen Familie wohnt, besucht er sie jeden Tag.

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26:24 – 28:03

Ein Kind ist wie ein Wunder

Jennifer will in einem Jahr ihr Fachabitur machen und dann die Fachhochschule für Physik besuchen. Dass manche Frauen ihre Kinder nicht wollen und abgeben oder sogar töten, kann Jennifer nicht verstehen. Ein Kind ist für sie wie ein Wunder.