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Trotz Krankheit versucht Sascha ein möglichst normales Leben zu führen; Rechte: WDR
Jedes Jahr infizieren sich 3000 Menschen in Deutschland mit dem HI-Virus (Stand 2009). Auch wenn die Zahl in den vergangenen drei Jahren nicht angestiegen ist, ist eines besorgniserregend: Auffällig viele junge Menschen stecken sich an. Der Film lässt einige von ihnen zu Wort kommen: Die 22-jährige Manuela, die sich mit 17 Jahren bei ihrem damaligen Freund angesteckt hat. Er hat ihr verschwiegen, dass er positiv ist. Trotzdem blieb die Beziehung noch längere Zeit bestehen. Inzwischen sieht Manuela ihre Vergangenheit etwas kritischer, aber dank der Medikamente geht es ihr immer noch gut: „Ich kann alles machen, was andere Leute auch machen.“
Bei Sascha sieht das ganz anders aus: Er hat HIV-bedingten Lymphdrüsenkrebs und die Behandlung schwächt ihn so sehr, dass er weder arbeiten noch die wenigen sozialen Kontakte, die ihm geblieben sind, pflegen kann.
AIDS-Worker Robert Kliem hat viele Menschen an dem Virus sterben sehen und sieht die neue Sorglosigkeit der Jugendlichen sehr kritisch: Weil diese Generation die Anfangsphase der AIDS-Epidemie nicht erlebt habe, vergesse sie einfach zu häufig, dass Infizierte auch weiterhin mit schwerwiegenden und tödlichen Krankheiten rechnen müssen.
AIDS ist inzwischen zwar behandelbar geworden, aber eben immer noch nicht heilbar!
