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Donald S. leidet heute an den Folgen des Krieges; Rechte: WDR
Junge Soldaten auf dem Weg zum Kampfeinsatz in den Irak; Rechte: WDR
"Irgendwann fühlst Du überhaupt nichts mehr" sagt Donald S., "das Töten macht dich immer blutrünstiger, dein Gewissen ist ausgeschaltet." Donald ist vierzig Jahre alt. Er hat im Golfkrieg 1991 gekämpft. Noch heute machen ihm die Folgen schwer zu schaffen: Alpträume, Depressionen, Schuldgefühle. Und immer häufige Zweifel an der Legitimität des Krieges: "Sie haben mich zum Mörder gemacht."
Hunderttausende US-Soldaten haben 1991 gegen den Irak gekämpft, viele von ihnen kehrten krank zurück, krank an Körper und Seele. Bei den meisten seelisch Erkrankten, traumatisierten Frauen und Männern, dauerte es Jahre, bis sie ärztliche Hilfe suchten. Und viele bemühen sich bisher vergeblich um Anerkennung ihrer Beschwerden und damit verbundener staatlicher Unterstützung.
Im März 2003 hat die US-Regierung erneut einen Krieg gegen den Irak begonnen, der zwar am 1. Mai 2003 offiziell für beendet erklärt wurde, der aber dennoch nicht aufhörte. In diesem Krieg ist die Zahl der Selbstmorde unter den Soldaten erschreckend hoch, die psychologischen Probleme häufen sich.
