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Die methodisch-didaktischen Vorschläge für die drei Filme der Reihe "Teens in Cornwall" sind so angelegt, dass die Schüler sie parallel bearbeiten können. Der Schwerpunkt liegt auf individueller Arbeit mit Phasen der Peer correction und Gruppenarbeit. Sie finden deshalb in allen drei methodisch-didaktischen Hinweisen die gleichen Vorschläge und angepasste Arbeitsblätter.
Berufsfindung und Bewerbung sind Themen, mit denen sich Schülerinnen und Schüler in Klasse 9 beschäftigen müssen. Sie eignen sich als Schwerpunkt bei der Bearbeitung der "Teens in Cornwall". Dabei durchleben die Schüler mit der Hauptfigur des Films alle Phasen der Bewerbung für ein Schülerpraktikum, von der Entscheidung für einen Praktikumsplatz bis zum Job-Interview. Welche Hauptfigur die Schüler dabei auswählen, lässt sich mit einem Multiple Choice-Fragebogen (Arbeitsblatt 1 "Pre Viewing") feststellen. Die Schüler testen, welches Interessensprofil der drei Jugendlichen ihnen am nächsten kommt. Danach richtet sich, welchen Film sie im Folgenden bearbeiten. Sam zum Beispiel ist leidenschaftlicher Surfer, der sein Hobby zum Beruf machen will. Er hat einen Praktikumsplatz in der British Surf Association.
Wenn keiner der drei Charaktere Sam, Katy und Caroline das Interessensspektrum der Schüler abdeckt, ist auch die Variation der Arbeitsaufträge möglich. Wer gerne mit dem Computer, handwerklich oder kreativ arbeiten möchte, findet sich in den Filmen und in dem Multiple Choice-Fragebogen nicht ausreichend wieder. Eventuell lassen sich die folgenden Aufgaben auch auf andere Berufe anpassen, die die Schüler interessieren.
Während des Films machen sich die Schüler eigene Notizen über Sams Berufspraktikum: Warum hat er die British Surf Association gewählt, was macht er während des Berufspraktikums und wie hat es ihm gefallen? Die Schüler können dazu den gesamten Film ansehen und die relevanten Stellen mehrmals betrachten oder die Sequenzierung in der Rubrik "Sendungen" nutzen. Dort können sie direkt nur die wichtigen Stellen auswählen. Das geht allerdings nur online. Wenn mehrere Schüler gleichzeitig online Filmausschnitte streamen, kann das die Übertragungsgeschwindigkeit stark drosseln. Am sichersten ist es deshalb, die Filme offline anzusehen. Am Ende sollten alle relevanten Informationen vorliegen.
Die Korrektur der Ergebnisse auf Arbeitsblatt 2 erfolgt in Partnerarbeit nach der bus stop-Methode. Sie richten bus stops als Treffpunkte ein, an die sich die Schüler stellen können, wenn sie fertig sind. Dort warten sie auf den nächsten Schüler, der seine Einzelaufgabe beendet hat. Die Paare entfernen sich vom Treffpunkt und sprechen ihre Aufgaben durch. Wenn die Paare fertig sind, bearbeiten sie die nächste Aufgabe erneut in Einzelarbeit. Für jede Aufgabe wird ein bus stop eingerichtet. So arbeiten stets Paare zusammen, die ein ähnliches Arbeitstempo haben (Methode nach Grieser-Kindel, Henseler, Möller: Method Guide. 2009: Paderborn, siehe Literaturliste).
Die Schüler versetzen sich in Sam hinein und schreiben einen covering letter, um sich für ein Praktikum bei der British Surf Association (BSA) zu bewerben. Auf Arbeitsblatt 3 "Covering Letter" ist die Aufgabe beschrieben und es werden Tipps für das Bewerbungsschreiben gegeben. Zuvor sammeln die Schüler Informationen über die BSA im Internet. Die Informationen sind auch für die folgenden Schritte wichtig (Telefonanruf und Bewerbungsgespräch).
Zur Vorbereitung machen sich die Schüler mit dem nötigen Vokabular und dem Aufbau des covering letters vertraut. Dazu dient folgende Wortschatzübung: Die auf dem Arbeitsblatt vorgeschlagenen Ausdrücke müssen einem inhaltlichen Abschnitt des Briefes zugeordnet werden. Danach schreiben sie den Brief und vergleichen die Ergebnisse in Partnerarbeit. Zu dritt üben die Schüler anschließend ein Telefongespräch, um mit dem Personalchef ein Bewerbungsgespräch zu vereinbaren. Das Rollenspiel wird auf Arbeitsblatt 4 "Telephone Call" mit language support beschrieben (Melden, Begrüßung, Durchstellen und das Gespräch mit dem Personalchef). Die Schüler machen sich vorbereitende Notizen für die Rolle von Sam. Das Gespräch wird in Dreiergruppen gespielt: Sam, der Personalchef, der auch die Rolle der Sekretärin übernimmt, und ein Beobachter. Die Telefonsituation wird erzeugt, indem Sam und der Personalchef mit dem Rücken zueinander sitzen. Als Requisite können sie ihr Handy benutzen. Der Beobachter bewertet das Gespräch mit Hilfe des Feedbackbogens auf der zweiten Seite des Arbeitsblatts. Danach werden die Rollen getauscht. Die Dreiergruppe entscheidet hinterher, welches Gespräch am besten abgelaufen ist, und spielen es gegebenenfalls noch mal der Klasse vor.
Auf der dritten Seite des Arbeitsblatts gibt es einige Vorschläge für Formulierungen, die sich die Schüler zur Selbstkontrolle nach der Übung ansehen können. Dort stehen auch mögliche Fragen für den Personalchef, die zu Beginn des Rollenspiels an den Schüler ausgegeben werden, der als erster den Personalchef spielt – jedoch erst nach der Vorbereitung!
Anschließend üben die Gruppen auch das Bewerbungsgespräch im Rollenspiel. Arbeitsblatt 5 "Job Interview" beschreibt die Aufgabe und gibt Tipps zum Ablauf. Teil der Vorbereitung auf das Gespräch ist eine Wortschatzübung, bei der Ausdrücke nach inhaltlichen Aspekten geordnet werden. Für die Rolle des Personalchefs gibt es eine Rollenkarte mit Fragen und für den Beobachter einen Feedbackbogen. Auch hier werden die Rollen nach jedem Durchgang getauscht. Alle Schüler erhalten Arbeitsblatt 6 "Buddy Book" mit Tipps, wie man ein Gespräch in Gang hält – Formulierungen, wie man nachfragt, Interesse zeigt und ähnliches. Sie können den language support als Minibuch für die Hosentasche zusammenfalten. Auf jeder Seite ist noch Platz für weitere Vokabeln. Auf der zweiten Seite des Arbeitsblatts wird erklärt, wie man das Blatt zu einem Minibook faltet. Auch bei dieser Aufgabe können die besten oder ausgewählte Gespräche vor der Klasse vorgespielt und besprochen werden.
Zuletzt erstellen die Schüler ein Charakterprofil von Sam. Interessen, Hobbys und Eigenschaften sind wichtig für die Berufsfindung. Die Aufgabe bereitet zudem auf die Arbeit mit literarischen Texten oder Spielfilmen vor, bei der Charaktere beschrieben werden sollen.
Die Schüler sehen sich zunächst den Film unter den Gesichtspunkten appearance and body language, hobbies and interests sowie attitude and character an. Auf Arbeitsblatt 7 "Character Profile" notieren sie Stichworte zu den Oberbegriffen. In die vierte Spalte tragen sie aussagekräftige Zitate ein. Anschließend schreiben sie auf der zweiten Seite eine kurze Charakterisierung von Sam, die in Partnerarbeit verglichen wird.
Im Film erfahren die Schüler auch einiges über Cornwall als Surferparadies. Mit Arbeitsblatt 8 "Cornwall" entnehmen sie dem Film die landeskundlichen Informationen über die Region. Ergänzt durch eigene Recherchen im Schulbuch und Internet, ergibt sich aus den Informationen eine One-Minute-Presentation.
Da in jedem der drei Filme "Teens in Cornwall" ein anderer Ort vorgestellt wird, bietet sich auch hier ein arbeitsteiliges Vorgehen an. Jeweils ein Drittel nimmt sich die Orte eines Films vor. Alternativ zur One-Minute-Presentation können die Ergebnisse auch in Plakaten mit Fotos und Screenshots aus dem Film gestaltet werden.
© Anne Haage, Fachberatung Roswitha Henseler
Das Thema Bewerbung und Berufswünsche spielt auch im Film "Apprentice" aus der Reihe "London Files" eine Rolle. Der Film dauert fünf Minuten. Die Royal Parks of London haben ein Ausbildungsprogramm für junge Leute aufgelegt. In einer dreijährigen Ausbildung lernen sie die Pflege der Parks. Reporter Will begleitet zwei Teilnehmer einen Tag bei ihrer Arbeit und befragt sie zu ihrer Motivation.
Ein Schülerpraktikum der besonderen Art macht Jesscia aus Dublin. Sie besucht die ARDmore Filmstudios und guckt hinter die Kulissen eines Filmsets. In "Behind the Scenes" lernt Jessica die verschiedenen Berufe in einem Filmstudio kennen. Der Film passt sowohl zum Thema Bewerbung als auch zu Film und Medien.
Sie paddeln auf flachen Brettern ins Meer hinaus und suchen dort nach der perfekten Welle. Riesige Brecher, manche bis zu zehn Meter hoch, entstehen an den Riffen vor Hawaii. Ein einzigartiger „Kick", den es eben nur auf Hawaii gibt – die weltbesten Surfer starten an der Nordküste der Insel Ohahu. Der Film "Wellenreiten auf Hawaii" zeigt, dass Wellenreiten auf Hawaii eine lange Tradition hat und heute zu einem wichtigen Wirtschaftsfaktor für die Insel geworden ist.
