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Die vorliegende Sendung lässt sich vielfältig im Unterricht der Sekundarstufe I und II einsetzen. Die Inhalte der Sendung lassen sich in den Fächern Deutsch, Sozialkunde, Geschichte, Gesellschaftslehre sowie in den Bereichen Berufswahlunterricht und Medienerziehung ansiedeln.
Mögliche Themenbereiche:
● Der Beruf des Journalisten
● Politiker und Journalisten
● Neue Formen des Journalismus
● Wie entstehen Nachrichten
● Was ist eine gute Nachricht
● Aufklärender Journalismus/ investigative Methoden
● Historische Entwicklung des Journalismus in Deutschland (1933 bis heute)
● Propaganda und freier Journalismus
In jeden Themenbereich kann man mit einem Impuls aus der Sendung einsteigen. So fragt Helmut Kohl zu Beginn der Sendung in die laufende Kamera „Wie kommt eigentlich das ganze Material in ein Nachrichtenmagazin?“ oder Gerhard Schröder kokettiert mit der Presse „O.k., gibt es noch eine ernsthafte Frage?“, wogegen sich Angela Merkel sichtlich genervt den Journalisten wortlos entzieht. Methodisch bietet sich die offene Arbeit mit der Sendung an. Die Erarbeitung der einzelnen Themenbereiche in arbeitsteiliger Gruppenarbeit und anschließender Präsentationsphase bietet individuellem Lernen breiten Raum und ist weitgehend ergebnisoffen. Schülerinnen und Schüler ab Klasse 10, die die einzelnen Themenbereiche so erarbeitet haben und über ein Überblickswissen verfügen, können anschließend über die Frage „Medien – Kartell oder 4. Gewalt?“ diskutieren.
Im Lehrplan Gesellschaftslehre des Landes Rheinland-Pfalz für Integrierte Gesamtschulen (und Realschulen plus) wird der Demokratieerziehung breiter Raum eingeräumt. Das Tableau 11 der Jahrgangsstufe 7/8 behandelt als Thema den „Umgang mit Massenmedien“. Ein Schlüsselproblem ist hier „Formen der Herrschafts- und Machtausübung und ihre Kontrolle“. Als Lernziele werden unter anderem genannt:
● Bewussten und kritischen Umgang mit Massenmedien, besonders auch mit den neuen Medien, anbahnen und erproben
● Anhand eines historischen Beispiels das Verhältnis von Information, Unterhaltung und Manipulation durch Medien untersuchen
● Die Rolle der Massenmedien als Machtfaktor und Kontrollinstanz an Beispielen analysieren.
Als mögliche inhaltliche Schwerpunkte nennt der Lehrplan unter 3. „Medien zwischen Information, Unterhaltung und Manipulation“ den historischen Längsschnitt sowie die Propaganda und Manipulation. Noch passender zum Inhalt der Sendung ist unter 5. „Massenmedien als Vierte Gewalt“ (Kontrollfunktion, Information, Aufdeckung von Skandalen, Schutz der Persönlichkeitsrechte)“ im Lehrplan formuliert. In Klassenstufe 9/ 10 findet sich im Tableau 9 „Gesellschaft der Zukunft“ des Lehrplans das Thema unter dem Gesichtspunkt „Wie wirklich ist die Wirklichkeit: Realitätserfahrungen aus erster/ zweiter Hand…“ erneut wieder.
Die Behandlung dieser Thematik am Ende der 8. Klasse erfordert eine altersgemäße Reduzierung des Erwartungshorizontes, ebenso ist die zumeist heterogene Zusammensetzung der Klassen im Fach Gesellschaftslehre mit zirka 30 Schülerinnen und Schülern an einer IGS bei der Planung zu berücksichtigen. Arbeitsaufträge, die bewusst im Ergebnis offen gehalten sind, und Sozialformen, die sowohl individuelles Lernen ermöglichen als auch der Möglichkeit des Lernens miteinander Platz einräumen, sind geeignet, diese Thematik im Unterricht zu behandeln. Zudem ist daran gedacht, die Medienkompetenz der Schülerinnen und Schüler bei diesem Unterrichtsvorschlag zu fördern. Daher ist der Einsatz interaktiver Wandtafeln beziehungsweise der zugehörigen Software vorgesehen.
Inhaltlich steht die Frage „Welche Rolle spielen die Medien bei der Vermittlung von Politik?“ an. Die Entwicklung des Journalismus in Deutschland ab 1933 in Grundzügen, die Frage „Was ist eine gute Nachricht?“ sowie die grundsätzliche Beziehung von Politik und Journalismus werden hierzu exemplarisch erarbeitet. Arbeitsblatt 1 hält dazu quasi in Form eines Basiswissens die Ergebnisse fest. Arbeitsblatt 2 thematisiert anschließend genauer das Verhältnis zwischen Politikern und Journalisten und rückt so stärker die Kontrollfunktion der Medien in einer Demokratie in den Focus der Betrachtung oder erlaubt ansatzweise die Diskussion über die Bedeutung der Medien in unserer Demokratie. Der Einstieg in die Thematik kann zum Beispiel durch einen geeigneten Fall aus der Tagespresse/-politik erfolgen oder über die Eingangssequenz der Sendung. Während der Erarbeitungsphase sollte die Sendung den Schülern zur eigenständigen Sichtung zur Verfügung stehen. Bei manchen Aufgaben ist es sinnvoll, nur Sequenzen zu betrachten. Bei Aufgabe 2 des Arbeitsblattes 1 ist es sinnvoll, die ganze Sendung selektiv erneut zu betrachten.
Die Bearbeitung der Arbeitsblätter ist für Gruppenarbeit gedacht, wobei innerhalb der Gruppe arbeitsteilig vorgegangen werden kann. Pro Gruppe steht im Idealfall eine interaktive Wandtafel, zumindest jedoch ein PC mit der „interaktiven Software“ zur Verfügung.
Lösungen Arbeitsblatt 1:
1. Demokratie, aufgezwungen, Propaganda, gleichgeschaltete, zensierte, Ideologien, Meinungsäußerung, Pressewesen, Informationssystem, Journalisten, Verleger, Lizenz, Meinungsbildung, Generallizenz, freie Meinungsäußerung, Pressefreiheit, Freiheit, Grundordnung, Bundespressekonferenz, Presse, Politiker, Selbstbewusstseins
© Text: Ingo Lücking, beratender Lehrer des multimedialen Schulfernsehens, Realschullehrer an der IGS und Realschule plus am Schulcampus Rheinzabern
