zum Inhalt.
zur Hauptnavigation.
„Lobbycontrol“ will Einflussnahmen öffentlich machen
Lobbyarbeit im edlen Rahmen bei einer Feier
Demonstration gegen Kohlekraftwerke: Lobbyarbeit auf der Straße
Interessenvertretung, Public Affairs, politische Kommunikation oder Politikberatung – für Lobbyismus existieren viele Begriffe. In der Bevölkerung hat diese Einflussnahme meist einen negativen Beigeschmack, der durch Skandale und Bestechungsaffären verstärkt wird. Doch Lobbyismus gehört längst zum Alltag der politischen Arbeit und so kann das Thema – zum Beispiel aus aktuellem Anlass – auch unabhängig vom Lehrplan behandelt werden. Die tiefgehende Erörterung wird sich jedoch auf die Sekundarstufe II beziehen, da zum besseren Verständnis Grundlagen des politischen Systems und seiner Entscheidungsträger bekannt sein sollten:
● Was versteht man unter Demokratie und Gewaltenteilung?
● Welche Befugnisse haben Parlament und Ministerien?
● Mit welchen Aufgaben beschäftigen sich Abgeordnete?
Spätestens nach der Präsentation des Films drängt sich eine weitere Frage auf: Woher erhalten politische Entscheidungsträger ihre Informationen und wer berät sie? Um sich einen Überblick über jene Verbände zu verschaffen, die beim Deutschen Bundestag offiziell als Lobbygruppen registriert sind, lohnt sich ein Blick in die „Öffentliche Liste über die Registrierung von Verbänden und deren Vertretern“ unter www.bundestag.de/wissen/archiv/sachgeb/lobbyliste/index.html.
Es bietet sich an, die im Film angesprochenen Einflussmöglichkeiten durch eine Diskussion zu vertiefen: „Welche Vorteile haben Lobbyisten für Abgeordnete und welche Gefahren sind damit verbunden?“ Je nach Jahrgangstufe kann diese Fragestellung auch fächerübergreifend im Deutschunterricht als Erörterung ausformuliert werden.
Um einen konkreten Bezug zur Region herzustellen, lassen sich beispielsweise Abgeordnete des Landkreises mit Bild (Wahlplakat) und Namen visualisieren. Je nach Kontaktmöglichkeit könnte die Klasse ein Interview mit einem Abgeordneten führen, in dem es um seinen Tagesablauf, Aufgabenbereich und um konkrete Entscheidungen geht:
Um einen konkreten Bezug zur Region herzustellen, lassen sich beispielsweise Abgeordnete des Landkreises mit Bild (Wahlplakat) und Namen visualisieren. Je nach Kontaktmöglichkeit könnte die Klasse ein Interview mit einem Abgeordneten führen, in dem es um seinen Tagesablauf, Aufgabenbereich und um konkrete Entscheidungen geht:
● Wie bereitet er sich auf Themen vor?
● Mit wem berät er sich?
● Wie bildet er sich seine Meinung?
Alternativ besteht die Möglichkeit, sich an einen Verband vor Ort zu wenden (zum Beispiel Bund für Umwelt- und Naturschutz) und nachzufragen, welche Interessen er vertritt und mit welchen Mitteln er versucht sie durchzusetzen.
Neben der Brief-Aktion (siehe Arbeitsblatt 2), die sich auf Einflussmöglichkeiten im regionalen Bereich bezieht, sollte auch gezeigt werden, wie Schüler ihre Interessen auf Bundesebene einbringen können, zum Beispiel unter
www.mitmischen.de (für Jugendliche),
www.kuppelkucker.de (für Kinder) oder ganz allgemein unter www.bundestag.de/petitionen.html
© Text: Gabriele Hilchenbach, Geschichts- und Deutschlehrerin, Neuburg
