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Der Film begleitet eine Familie bei dem Experiment, innerhalb eines Monats ihren Papierverbrauch zu halbieren. Die Schülerinnen und Schüler werden angeregt, sowohl das eigene Konsumverhalten als auch die wirtschaftlichen Zusammenhänge kritisch zu betrachten.
Als Hinführung zum Thema untersuchen die Schüler zunächst ihre Schultasche und den Klassenraum: Wie viel Umweltpapier und wie viel herkömmliches Papier finden sie? Was assoziieren sie mit Umweltpapier? Sie können dafür Arbeitsblatt 1 "Umweltpapier" nutzen.
Zeigen Sie den Film zunächst nur bis zum Ende der Bestandaufnahme, in welchen Zimmern wie viel Papier anfällt (bis 10:00 Min). Die Schüler sollen mit Hilfe von Arbeitsblatt 2 "Bestandsaufnahme" in Partnerarbeit notieren, in welchem Zimmer welche Art von Papier anfällt und was eingespart werden kann. So gibt es zum Beispiel zu Papier-Einwegverpackungen oder Papierküchentüchern Alternativen. Bei Büchern, Zeitschriften, Zeitungen und Schulheften ist Papier unvermeidbar. Hier kommt es vielmehr auf die Art des Papiers an. Verpackte Lebensmittel wie Tiefkühlpizza kann man nur verpackt kaufen. Hier kann der Verbraucher wenig tun, die Hersteller sind gefragt.
Die Klasse schaut sich nun den Film bis zum Ende an. Die Schüler beobachten, was die Familie und die anderen Hausbewohner tun, um Normalpapier einzusparen. Sie vergleichen die Ergebnisse mit den eigenen Vorschlägen auf Arbeitsblatt 2. Anschließend wird in der Klasse zusammengetragen, in welchen Bereichen Verbraucher ganz einfach etwas tun können und wo der Handel umweltbewusstes Verhalten erschwert. Zum Beispiel war es nicht einfach, Druckerpapier als Umweltpapier zu bekommen.
In Geschäften am Ort können die Schüler nachfragen: Wie viele Umweltpapier-Produkte führen sie? Wenn es wenig Umweltpapierprodukte gibt, fragen sie nach den Gründen dafür. Kennzeichnungen und Siegel helfen beim bewussten nachhaltigen Konsum. Im Film werden einige Siegel angesprochen. Der blaue Engel ist das älteste Umweltsiegel, das Ressourcen schonende Produkte aus ganz unterschiedlichen Bereichen kennzeichnet (siehe Linkliste). Manchmal entwerfen aber auch Hersteller Siegel, die irreführend sind. Im Film wurden Beispiele für Schulhefte und Toilettenpapier gezeigt. Die Schüler erkunden in Supermärkten, Drogerien, Kaufhäusern und Schreibwarenläden auch, welche Logos Papierwaren und Zellstoffprodukte tragen. Am besten fotografieren sie sie (Achtung: vorher im Geschäft fragen!). Im Unterricht werden Logos gezeigt und untersucht: Welches ist wohl ein zertifiziertes Siegel und welches nicht? Oft lässt es sich an den Formulierungen erkennen. Die zertifizierten Siegel aus dem Film haben wir auf Arbeitsblatt 3 "Siegel" abgedruckt und erklärt. In der Linkliste finden die Schüler Internetseiten, die bei der Bewertung der Siegel helfen.
Aus den Recherchen lässt sich ein Ratgeber zum nachhaltigen Umgang mit Papier erarbeiten. Jeweils eine Schülergruppe nimmt sich eine Produktgruppe vor und erarbeitet Ratschläge. Der Papierratgeber kann als Plakat in der Schule ausgehängt oder als Flyer verteilt werden. In diesem Zusammenhang können Sie in der Klasse über den Umgang der Filmfamilie mit Informationsmedien diskutieren. Man schießt vielleicht über das Ziel hinaus, wenn man Zeitungen abbestellt, um Papier zu sparen. Schließlich ist eine Voraussetzung für umweltbewusstes Verhalten, gut informiert zu sein.
Die Klasse untersucht die Schule nach dem gleichen System wie Familie Schmidt-Faber: Wo kann auf umweltfreundliches Papier umgestellt werden, wo kann Papier vermieden werden? Die Schüler können dazu in der Schule rote und gelbe Punkte verteilen, wo auf Umweltpapier umgestellt werden kann und wo Papier vermieden werden kann. Ein Ergebnis kann ein Aktionsplan für die Klasse sein oder eine Vorschlagsliste für die Schulkonferenz.
• Im Kunstunterricht lässt sich Direktrecycling von bedrucktem Papier ausprobieren, wie es im Film gezeigt wurde. Brief- oder Heftumschläge können zum Beispiel aus bedrucktem Papier entworfen werden.
• Die fünf Filme der Planet Schule-Reihe "Konsum-Striptease" erweitern das Thema und untersuchen alle Bereiche des Lebens auf korrektes nachhaltiges Verhalten. Eine Familie probiert einen Monat lang aus, ethisch vollkommen korrekt zu leben. Ein Umweltberater stellt das Leben der Familie auf den Kopf: Glühbirnen, Mülltrennung, Wasserverbrauch, Schminke, Markenklamotten, Autos - all das geht auf den Prüfstand.
© Autorinnen: Jessica Becker, Anne Haage
