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Die Universität von Uppsala, 70 Kilometer nördlich von Stockholm, ist die älteste Universität Schwedens. Hier lebte und lehrte im 18. Jahrhundert der Naturforscher Carl von Linné. In seinem Werk „Systema Naturae“ legte er die Grundlagen der modernen Biologie, indem er Pflanzen und Lebewesen systematisch klassifizierte und eine botanische Fachsprache schuf. Daneben begründete er bedeutende naturhistorische Sammlungen, die die Wissenschaftler noch immer inspirieren. Das „Schwedische Informationszentrum für Arten“ setzt Linnés Arbeit fort und erstellt eine Bestandsaufnahme aller in Schweden heimischen Lebewesen und Organismen; das Projekt wird voraussichtlich 20 Jahre dauern und kann auf die neuesten Erkenntnisse der Genforschung zurückgreifen. Die Kehrseite des wissenschaftlichen Klassifizierungseifers zeigte sich in den frühen 1930er Jahren, als in Uppsala ein Institut für Rassenbiologie gegründet wurde. Heute gilt das Hauptinteresse der schwedischen Naturforscher wieder den Insekten oder der Abstammungsgeschichte des gewöhnlichen Haushuhns. Der Film erzählt von Linné, dem Institut für Rassenbiologie, der schwedischen „Datenbank für Arten“ und kontrastiert deren Suche nach Ordnung mit dem mitunter chaotischen Leben der Studenten in Uppsala ...
