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Sendungsinhalt: Die deutsche Autobahn

Eigentlich haben sie die Italiener „erfunden“ – die Autobahn. Dass sie auch heute noch mit Deutschland identifiziert wird, hat vielleicht mit der Gründlichkeit zu tun, mit der der Autobahnbau in den 30er Jahren des vergangenen Jahrhunderts als "nationale Bauaufgabe" in Angriff genommen wurde. Und auch mit den propagandistischen Verquickungen des Nationalsozialismus, der die Autobahn zu einem unantastbaren Sinnbild für Fortschritt und wirtschaftliches Wachstum gemacht hat. Ein Sinnbild, das bis heute Bestand hat. "Freie Fahrt für freie Bürger" dieses Motto beschreibt die Seelenlage deutscher Autofahrer und erklärt ihre innige Beziehung zu 'ihrer' Autobahn: Die Sehnsucht nach Freiheit und Individualismus - nur hier scheint sie in Erfüllung zu gehen. So ist es bislang auch keiner deutschen Regierung gelungen, ein generelles Tempolimit einzuführen.

Jedoch: der Traum von der totalen Mobilisierung steckt im Stau. Die Realität zeigt täglich, dass die "freie Fahrt" in eine Sackgasse führt. Chronische Verkehrsüberlastung und der ständige Zwang zu Ausbau und Instandsetzung haben nicht dazu geführt, alternative Konzepte zur Infrastruktur zu entwickeln und voranzutreiben. Im Gegenteil: Der "Mythos Autobahn" scheint ungebrochen ... . Zwischen Mythos und Realität, zwischen dem Widerspruch von grenzenloser Mobilität und täglichem Verkehrswahnsinn bewegt sich auch der Film. Zeitzeugen aus den verschiedensten Epochen dieses „nationalen Bauwerks“ schildern ihre Erlebnisse:ob als Bauarbeiter an den „Straßen des Führers“, als LKW-Fahrer auf den neuen Routen des deutschen Wirtschaftswunders, oder auf den Transitstrecken im geteilten Deutschland.

  • Autobahn früher (Quelle: SWR - Screenshot aus der Sendung)

    Autobahn früher

  • Autobahn heute (Quelle: SWR - Screenshot aus der Sendung)

    Autobahn heute