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Völkerverständigung oder Boykott? Der Titel der Sendung lässt bereits die Widersprüche anklingen, mit denen die olympische Bewegung in der politischen Auseinandersetzung mit dem Weltgeschehen zu kämpfen hat. Ist der olympische Sport politisch neutral - wie Coubertin es anstrebte und verfolgt damit eine Teilnahme an den Spielen ungeachtet der jeweiligen politischen Situation? Oder ist gerade der olympische Sport aufgefordert, im Sinne humanistischer Ideale wie Frieden und Achtung der Menschenrechte Position zu beziehen? Unter diesen beiden Fragestellungen betrachtet die Sendung die olympische Geschichte - ohne jedoch für die eine oder andere Position eindeutig Stellung zu beziehen - eine Beantwortung dieser beiden Fragen lässt sich vor dem Hintergrund der jeweiligen zeitgeschichtlichen Situation finden, oder aber grundsätzlich diskutieren.
Und hierin liegt auch der beabsichtigte Auftrag an einen Einsatz der Sendung im Unterricht. Nach dem Ansehen der Sendung und Behandlung der jeweiligen geschichtlichen und gesellschaftspolitischen Hintergründe, wäre es erstrebenswert, eine solche Diskussion anzuregen, die sicherlich auch von den Schülern kontrovers geführt werden wird.
Die Sendung schließt chronologisch an Folge 2 an; sie beginnt mit dem wohl augenfälligsten Kapitel politischer Indienstnahme der Olympischen Spiele: mit den Spielen von 1936 in Berlin. Zum Einsatz im Unterricht ist eine Behandlung der Sendung in "Etappen" empfehlenswert:
© Text: SWR
