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Giftige Abfälle haben im Abwasser nichts verloren. Denn sie geraten über die Kanalisation nicht nur in unsere Gewässer... Zu diesem Ökospot hat sich Jutta Kast, Lehrerin an einer Heilbronner Grundschule, mit ihrer dritten Klasse Gedanken gemacht. Dabei entstanden Comics, ein Bilderbuch, ein Leporello und sogar ein Hörspiel. Wie diese Unterrichtseinheit zustande kam, beschreibt Frau Kast im folgenden Artikel.
Der Film wurde als Einstieg zum fächerverbindenden Thema "Wasser" gewählt. Nach dem ersten Betrachten (ohne Arbeitsauftrag) äußerten sich die SchülerInnen spontan und brachten ihr Vorwissen ein. Fazit: Der Mensch ist selbst schuld an seinem Unglück. Der Film müsste besser heißen: "Die Natur rächt sich". Beim zweiten Betrachten wurde den SchülerInnen der Arbeitsauftrag gestellt, Sequenzen zu finden, in denen ein bedeutungsvoller Schritt bzw. Schnitt im Ablauf zu erkennen war.Wir erkannten acht Sequenzen, für die wir nach erneutem Betrachten gemeinsam Überschriften suchten und die Geschehnisse verbalisierten. Dabei wurden erste Erkenntnisse zum Thema "Kreislauf des Wassers" gewonnen und verschiedenartige umweltbelastende Materialien aufgezählt. Die SchülerInnen erhielten nun gezielte Arbeitsaufträge: Mit Hilfe der gefundenen Überschriften sollten sie eine Dokumentation gestalten und anschließend mit Texten versehen (ein Film ohne Text fordert gerade dazu auf!)
Die Gestaltung sowie der Wissenserwerb aus Sicht des HuS-Unterrichts waren Inhalte der ersten Unterrichtswoche. Die Kinder konnten selbst entscheiden, wann sie noch notwendige Informationen zu verschiedenen thematischen Inhalten benötigten um eine Bildsequenz mit einem fundierten Wissen gestalten zu können.
Im Wochenplan der zweiten Woche stand neben dem Wissenserwerb die Textgestaltung im Vordergrund. Eine gemeinsam erstellte Wortsammlung bedeutender "Wasserwörter" bot Hilfen. Die wörtliche Rede wurde wiederholt. Je nach Vermögen und Phantasie der SchülerInnen entstanden unterschiedliche Texte und Geschichten, die zum größten Teil am Computer verfasst wurden.
Die dritte Woche bot innerhalb des Wochenplans folgende Möglichkeiten:
Die Schülerarbeiten wurden zum Abschluss in einer kleinen Ausstellung den anderen Klassen vorgeführt.
Der Film "Gifte im Abwasser" bietet eine gute Grundlage, um das Thema "Wasser" in einem handlungsorientierten und fächerverbindenden Unterricht zu erarbeiten. Die Gestaltung einer Dokumentation forderte die Kinder geradezu heraus, sich mit den notwendigen theoretischen Inhalten zu befassen. In abschließenden Rollen- und Hörspielen spiegelte sich die Faszination für das Thema und das erworbene Wissen wieder.
Je nach Klassenstufe und Intention der Lehrkraft kann dieser Film auch so eingesetzt werden, dass nur ein Teilaspekt der dargestellten Problematik thematisiert wird (z.B. Wasserkreislauf, Umweltbelastung etc.)
Klasse 3
Schülerzahl: 22
Beteiligte Fächer: Heimat- und Sachunterricht, Deutsch, Kunst, Musik
Zeitlicher Rahmen: 3 Wochen
© Text: Jutta Kast
