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Sendungsinhalt: Zwischen Wirtschaftswunder und Rebellion

Zigaretten, Briefmarken, Blumen, Bücher und Bier rund um die Uhr – das alles gibt es ab 1964 an Automaten. Vor allem die Firmen profitieren von der Erfindung, denn sie können durch die Automatisierung mehr produzieren und ihren Absatz steigern. Das Krupp-Werk in Essen stellt zum Beispiel gleich die ganze Werkskantine auf einen Automatenservice um. Alle Arbeiter des Drei-Schicht-Betriebs können jetzt rund um die Uhr versorgt werden.

Der Film zeigt die schwungvolle Wirtschaft und die Aufbruchstimmung in Deutschland. Am 17. September 1961 wird gewählt. Die Spitzenkandidaten der beiden großen Parteien Willy Brandt (SPD) und Konrad Adenauer (CDU) ziehen mit VW und Megaphon durchs Land. Ihre Wahlkampfthemen sind Gemeinschaftsschule, Preiserhöhung und Zechensterben. Erste Kumpel werden arbeitslos. Maschinen verdrängen Ende der 1960er Jahre Arbeiter aus den Zechen und Fabriken. Die Arbeitslosenquote von einem Prozent Mitte der 60er soll nie wieder erreicht werden. Der bejubelte Fortschritt nimmt in den folgenden Jahren immer mehr Menschen die Arbeit bis hin zur Massenarbeitslosigkeit. Metaller und Bergleute streiken 1969, um mehr Lohn zu bekommen. Sie lösen eine große Streikwelle aus, denn Arbeiter kommunaler Betriebe und der Textilindustrie nehmen sich ein Beispiel.

  • Einige Studenten sitzen zusammen und bestreiken die Vorlesungen.Studentenstreik an der Frankfurter Uni im Jahre 1968; Rechte: dpa