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Sendungsinhalt: Über Kumpel, Gastarbeiter und Frauen

Ruhrcouture heißt der Modetrend in Nordrhein-Westfalen von den 1950er Jahren bis in die 1970er. Viele Bergarbeiterfrauen finden in der Bekleidungsindustrie einen sicheren Job. Sie entwickeln neue Stoffe und entwerfen neue Modelle, die extravagant und pflegeleicht zugleich sind. Neben Kohle, Stahl und Bier wird die Bekleidungsindustrie viertes großes Standbein des Ruhrgebiets.

Der Film zeigt die Wirtschaftswundermode und ihren Aufstieg im Ruhrpott. Er widmet sich aber auch dem Alltag jener Frauen, die morgens nicht aus dem Haus gehen, um ihren Beruf auszuüben. Drei Millionen Hausfrauen arbeiten im Jahr 1961 durchschnittlich 65 Stunden in der Woche in ihren eigenen vier Wänden: kochen, putzen, nähen, einkaufen – und manchmal kommt noch die Bewirtschaftung eines Bauernhofs dazu. Das Landleben ohne Maschinen und Hilfskräfte ist zur damaligen Zeit besonders hart. Die meisten Männer arbeiten hunderte Meter unter der Erde. Zu ihnen gehören unzählige Gastarbeiter aus den südlichen und östlichen Ländern, die in den 50ern nach Deutschland gekommen sind. In Zechen bauen sie gemeinsam mit ihren tierischen Helfern Kohle ab. 1966 verlässt das letzte Grubenpony namens Tobias die Zeche "General Blumenthal" in Recklinghausen.

  • Zwei Frauen zelten an einem See. Ihr Fortbewegungsmittel ist ein Motorroller.Mit Motorroller und Zelt in den Campingurlaub; Rechte: dpa