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Bei der Reise entlang des Jenissej stößt das Filmteam mitten in der Tundra auf einen verlassenen Gulag und verrostete Lokomotiven, die von dem aberwitzigen Projekt zeugen, hier eine Eisenbahnlinie zu bauen. Wie Stalins Diktatur und der Kommunismus die Kirche unterdrückten, berichtet ein Mönch in Turuhansk, dem nördlichsten russisch-orthodoxen Kloster, das erst vor zehn Jahren wieder geöffnet wurde. Zehn Tage und 1500 Kilometer weiter begegnet das Team dem kleinen Nomadenvolk der Keto, das verzweifelt ums Überleben seiner Kultur kämpft. Früher lebten die Keten in den Wäldern der Tundra. Doch dann wurden sie zur Zeit des Kommunismus zwangsweise sesshaft gemacht. Die Männer sind arbeitslos, viele sind Alkoholiker, die Familien leben in erbärmlichen Häusern, die Versorgung ist schlecht. Vor allem die Frauen sprechen über die Probleme und Perspektivlosigkeit ihres jetzigen Lebens.
