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Inhalt der Sendung

Wer seinen Fuß in die mongolische Steppe setzt, der betritt nicht nur ein grenzenlos weites Land, er befindet sich in einer anderen Welt. Nicht der Sekundenzeiger ist das Zeitmaß der Steppenbewohner, sondern Tageslauf und Jahreszeit. Verstreut in einer überwältigenden Hügellandschaft stehen wie winzige helle Pilze die filzbelegten Jurten der Mongolen. In einer solchen Jurte, dem „Ger“, erledigt die junge Nomadenfrau Gerel ihre „Hausarbeit“.

Von den zweieinhalb Millionen Einwohnern der mongolischen Volksrepublik leben heute noch etwa ein Drittel als Nomaden. Frauensache ist nicht nur, zu kochen und die Kinder zu versorgen, sondern auch alle zwei Stunden die Stuten zu melken. Gegorene Stutenmilch ist das Hauptgetränk der Steppenbewohner. Bei warmem Wetter steht der Herd meist im Freien und zwischen den Fohlen messen die Kinder spielend ihre Kräfte im Ringkampf. Ringen ist die Leidenschaft der Mongolen. Ein schnelles Pferd ist der ganze Stolz der Männer. Deren Tagwerk ist die Sorge um die Herde. Die Tiere müssen gehütet werden, und immer wieder werden Hengste und Stuten eingefangen und zugeritten. Eindringlich erklärt ein alter Pferdezüchter seinen Gästen die Kunst, richtig mit Pferden umzugehen. Natürlich steigt Gerel aufs Pferd, wenn sie auf dem Markt der nächstgelegenen Stadt Einkäufe machen muss. Reiten ist die natürliche Gangart der Nomaden, ohne Pferd ist der Steppenbewohner kein vollständiger Mensch. Die Kinder sitzen „fest im Sattel“, ehe sie richtig laufen können – natürlich auf ungesattelten Pferden. Mit der Familie ziehen sie durch die scheinbar grenzenlose Steppe zu neuen Weideplätzen, erfüllt von der Wahrheit des mongolischen Sprichworts: „Die Steppe gibt die Freiheit, die Steppe gibt das Glück.“

  • ein Nomadenkind lernt reitenNomadenkinder lernen früh reiten
  • Nomadin in der JurteNomadin in der Jurte