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Wird es kalt in unseren Breiten, verlassen uns die Zugvögel und machen sich auf in wärmere Regionen. Für die Standvögel brechen dagegen manchmal harte, sehr kalte Zeiten an. Doch die Deutschen haben ein Herz für ihre gefiederten Freunde, geben jedes Jahr Millionen für Vogelfutter aus. Da drängt sich natürlich die Frage über Sinn und Unsinn dieser Art von Tierschutz auf, der mit Naturschutz wenig zu tun hat.
Vögel unterschiedlicher Arten im Winter, beobachtet an verschiedenen Plätzen: Singvögel am Futterhäuschen im Garten mit seinen Sonneblumenkernen, Nüssen, Haferflocken und Rosinen - eine Schwanzmeise am Futtertopf, eine Blaumeise am Meisenknödel und eine Tannenmeise am Meisenring. Ein Eichhörnchen frißt an einem Apfel, dann eine Wacholderdrossel. Ein Buntspecht bearbeitet eine Haselnuß in seiner Spechtschmiede. Zwei Amselmännchen streiten am Futtertisch. An einer Feldhecke im Schnee sieht man Rebhühner. Schwäne fliegen und landen am Boden. Wasservögel finden noch Nahrung. Eine Stockente gründelt; eine Kanadagans frißt Gras. Schwäne laufen auf dem Eis eines zugefrorenen Sees, andere schwimmen wie die Blessrallen auf der freien Wasserfläche. Im Bayrischen Wald halten sich die Fischotter ihr Wasser offen. An einem Stauwehr sind Enten auf dem Wasser. Am Bodensee sind Singschwäne auf dem Eis. Möwen und Blesshühner (Blessrallen) kämpfen um Futter.
© Text: Karl-Heinz Renner
