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Inhalt der Sendung

Im Norden Europas hat die letzte Eiszeit ein Binnenmeer hinterlassen – die Ostsee. Der Wasseraustausch mit dem Atlantik ist begrenzt, dadurch entstehen hier ganz einzigartige Lebensbedingungen. Die westliche Ostsee ist schon weniger salzhaltig als die Nordsee; im Nordosten „verwässern“ die skandinavischen Flüsse das Meer noch stärker. Dadurch finden viele verschiedene Wasserbewohner wie Schwämme, Krebse oder Seesterne, eine geeignete Nische. Auch die Küsten sind vielgestaltig und abwechslungsreich: Kreidefelsen auf Rügen, riesige Wanderdünen in Pommern, Strände aus Versteinerungen auf Gotland. Die Boddenlandschaft ist Lebensraum für Kormorane und Seeschwalben. Weiter im Norden trifft man auf Eiderenten und Kegelrobben. Durch die Nähe zum Polarkreis und den hohen Süßwassergehalt friert die nördliche Ostsee im Winter meist komplett zu. Die Vögel ziehen in wärmere Gefilde. Nur wenige Arten harren hier über die kalte Jahreszeit aus. Aber Schneehuhn und Rentier kann der Frost nichts anhaben.

  • Drei Kegelrobben liegen im flachen Wasser, zwei davon blicken Richtung Kamera. (Rechte: SWR – Print aus der Sendung)

    Kegelrobben vor der Ostseeinsel Saaremaa

  • Unterwasseraufnahme von mehreren Seenelken: Der stammartige Körper ist rotbraun, die Tentakeln, die an eine Pusteblume erinnern, wirken vor dem Wasserhintergrund grünlich. (Rechte: SWR – Print aus der Sendung)

    Seenelken fangen mit ihren Tentakeln tierisches Plankton

  • Ein Schwarm  Nonnengänse fliegt über dem Meer. (Rechte: SWR – Print aus der Sendung)

    Die Nonnengänse versammeln sich im Frühjahr in den Marschen