Für viele Menschen im Sahel ist Wasser knapp. Heiße Winde wehen aus der Sahara heran und machen den Senegalesen das Leben schwer. Doch jedes Jahr im Herbst ändert sich die Situation. Nach ergiebigen Regenfällen tritt der Senegal über die Ufer und verändert das Land, so auch den Djoudj-Nationalpark. Wo vor kurzem der Boden in der Sonne glühte, erstrecken sich flache Lagunen, von farbenprächtigen Lotusblumen bedeckt. Millionen Zugvögel aus Europa treffen ein, Tausende Pelikane ziehen ihren Nachwuchs auf. Sie fischen im Senegal-Fluss, der jetzt vor Leben brodelt, und Nilkrokodile, Warane, Kormorane, Schlangenhalstaucher und auch die Menschen ernährt. Alle sorgen vor, denn schon im Februar steht das Wasser nur noch in kleinen Senken. Pelikane, die jetzt noch nicht flugtauglich sind, haben keine Chance zu überleben. Die Überschwemmungsgebiete am Rande der Wüste sind Paradiese auf Zeit. Filme von Thomas Willers. [mehr]