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Hintergrundinformationen

Niedermoor

  • Niedermoore entstehen unabhängig vom Klima; Vernässung durch Grundwasser.
  • Niedermoore entstehen z.B. aus verlandenden Seen.
  • Niedermoore erheben sich kaum über den Grundwasserspiegel.
  • Niedermoore haben meist eine flache Oberfläche.
  • Niedermoore haben pH-Werte zwischen 3,5 und 7,0 (je nach Kalkgehalt).
  • Niedermoore sind sehr unterschiedlich mit Mineralstoffen versorgt (je nach Eintrag durch das Grundwasser).
  • Niedermoore haben einen mäßig bis starken Zersetzungsgrad.
  • Niedermoore haben [unterschiedliche] artenreiche Pflanzengesellschaften (je nach Kalkgehalt): Fieberklee (Menyanthes trifoliata); Sumpfblutauge (Comarum palustre); Schmalblättriges Wollgras (Eriophorum angustifolium), Spitzried (Trichophorum carespitosum); Schilf (Phragmites australis); Steifsegge (Carex elata); Grausegge (Carex canesceus) u.a.
  • Niedermoore haben [unterschiedliche] artenreiche Tiergesellschaften (ebenfalls je nach Kalkgehalt): Doppelschnepfe (Gallinago media); Bekassine (Gallinago gallinago); Birkhuhn (Lyrurus tetrix); Brachvögel (Numenius arquata); Ringelnatter (Natrix natrix); Moorfrosch (Rana arvalis); Libellenarten; Schilfkäfer u.a.

  • Doppelschnepfe
  • Niedermoor
  • Niedermoor II
  • Fieberklee

    An den nassesten Stellen im Niedermoor hat sich Fieberklee angesiedelt.

  • Fieberkleeblüte
  • Wasserspinne I

    Zwischen Wasserpflanzen spinnt die Wasserspinne eine Glocke, in die sie von der Oberfläche Luft bringt.

  • Wasserspinne II

Hochmoor

  • Hochmoore sind an niederschlagsreiches Klima gebunden -> Wasserüberschuss -> mangelnde Durchlüftung des Bodens und des Wurzelwerks.
  • Hochmoore haben einen Grundwasserspiegel, der über demjenigen der Umgebung liegt.
  • Hochmoore haben meist eine uhrglasförmig gewölbte Oberfläche.
  • Hochmoore haben extrem niedrige pH-Werte zwischen 3,0 und 4,0 (-> Huminsäuren!).
  • Hochmoore sind arm an Mineralstoffen und haben eine schlechte Stickstoffversorgung.
  • Hochmoore haben hohe Temperaturschwankungen im Tagesablauf. Aufgrund der späten Erwärmung im Frühjahr ist die kalte Jahreszeit sehr lang.
  • Hochmoore haben einen sehr geringen Zersetzungsgrad. Nur in den oberen 15 cm des Torfbodens existieren Aerobier -> entscheidender Abbau!
  • Anaerobier in tieferen Schichten -> unvollkommener Abbau! Dabei entstehen CO2, CH4 (Methan = Sumpfgas); H2S (Schwefelwasserstoff -> Geruch wie "faulende Eier"); P2H4, (Phosphorwasserstoffe -> Selbstentzündung -> "Irrlichter"); N2.
  • Hochmoore sind arm an Pflanzen: Beispiele sind Torfmoose (Sphagnum-Arten) (Torfmoose sind "Ionenaustauscher" -> H+-Ionen werden freigesetzt, Mineralionen reichern sich im Torfmoos an -> pH-Wert des umgebenden Wassers sinkt!); auf Bulten [trockenere Erhebungen]: Wollgras (Eriophorum angustifolium), Rosmarinheide (Andromeda polifolia), Moosbeere (Vaccinium oxycoccos), Rundblättriger Sonnentau (Drosera rotundifolia); in Schlenken [feuchtere Senken]: Sphagnum-Arten, schmalblättriges Wollgras (Eriophorum angustifolium), Binse (Juncus), Segge (Carex), Mittlerer Sonnentau (Drosera intermedia).
  • Hochmoore sind arm an Tieren: Beispiele sind Auerwild (Tetrao urogallus); Kreuzotter (Vipera berus); Wald- oder Mooreidechse (Lacerta vivipara); Moorameise (Formica picea); Moosbeerenbläuling (Vaccininia optilete); Libellen u.a.; (für Fische und Amphibien, Muscheln und Schnecken ist der pH-Wert zu niedrig).

  • Hochmoor I
  • Sonnentau
  • Wasserschlauch
  • Hochmoor II

    Im Hochmoor gründet die Pflanzendecke auf schwankendem Boden und bildet mit offenen Wasserflächen ein verzahntes Mosaik.

  • Brachvogel I

    Das nasse Moor bietet dem Gelege der Brachvögel hervorragenden Schutz.

  • Brachvogeleier
  • Brachvogel II
  • Wollgräser

    Im Sommer, zur Zeit der Heuernte, tragen die Wollgräser Fruchtstände, die wie Wattebäusche aussehen.

  • Kleinlibelle

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