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In ihren ursprünglichen Lebensräumen ernähren sich Schaben vor allem von abgestorbenen Pflanzenteilen und Früchten und liefern einen wichtigen Beitrag zur Zersetzung der Bodenstreu und der Bildung von Humus. In den Nahrungsketten vieler Ökosysteme sind die Schaben ebenfalls ein essentieller Bestandteil. Sie haben damit vor allem in den tropischen Waldöko-Systemen eine wichtige Funktion.
Die Gefahr der Krankheitsübertragung durch Schaben auf Mensch und Tier darf nicht unterschätzt werden. Während die Vernichtung von Lebensmitteln durch Fraß nur eine untergeordnete Rolle spielt, kommt der Kontaminierung von Lebensmitteln mit Schabenkot und Krankheitskeimen eine große Bedeutung zu (Bakterien, Viren, Pilze, Protozoen = Einzeller, Nematoden = Fadenwürmer). Diese Mikroorganismen werden mechanisch über den Körper, durch erbrochenen Kropfinhalt oder Kot verbreitet. Besonders problematisch ist der Kropfinhalt, da hier eine Massenvermehrung der Mikroorganismen stattfinden kann. Außerdem werden aus dem Kropfinhalt sowie durch Teile der Kutikula Allergene freigesetzt. Krankheitskeime können durch Anheftung an die Oberflächen des Panzers oder durch Aufnahme mit der Nahrung und spätere Ausscheidung übertragen bzw. verschleppt werden.
Schaben dienen in ihrer natürlichen Umgebung vielen Arthropoden sowie Amphibien, Reptilien, Vögeln und Säugetieren als Beute. Die abgelegten Ootheken werden von Schlupfwespen parasitiert. Die Larven der Fächerkäfer (Familie Rhipiphoridae) parasitieren ebenfalls an Schaben.
© Text: Reiner Pospischil
