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Sendungsinhalt: Nablus - Schulalltag im besetzten Westjordanland

Szenenüberblick

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0:00 – 04:16

Zwei Schulen in Nablus

Nablus im Norden des besetzten Westjordanlandes ist durch israelische Checkpoints von seiner Außenwelt isoliert. Todesopfer sind immer wieder das Ergebnis bewaffneter Kämpfe. Das neue Schuljahr an einer Jungen- und an einer Mädchenschule beginnt hoffnungsvoll - und das, obwohl beide Schulen völlig überfüllt sind und die Schulen Bewerber abweisen müssen.

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04:17 – 07:36

Schwelende Konflikte

Palästinensische Polizisten fahren Streife und versuchen, die Schüler von Auseinandersetzungen mit israelischen Soldaten fernzuhalten. In den vergangenen Jahren wurden acht Schüler der Jungenschule vom israelischen Militär getötet und 30 verhaftet. So wie Osaid, der seit einem halben Jahr im Gefängnis sitzt. Heute wird er entlassen, seine Familie holt ihn ab. Osaid durfte während der Gefangenschaft keinen Besuch empfangen und hat natürlich auch in der Schule eine Menge verpasst.

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07:37 – 13:06

Überfüllte Klassenzimmer

Für die Lehrer sind die völlig überfüllten Klassen ein Problem: fast 50 Schüler pro Schulraum. Der Rektor muss dazu noch weitere Neuzugänge aufnehmen, weil eine andere Schule geschlossen wurde. Die Schule platzt aus allen Nähten. Der Fastenmonat Ramadan beginnt - die wichtigste Zeit im Jahr, in der Freunde und Familie zusammenkommen.

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10:07 – 13:40

Masar besucht ihren Bruder im Gefängis

4 Uhr morgens: Masar besucht ihren 19-jährigen Bruder in einem israelischen Gefängnis. Die Fahrt dorthin dauert ca. 12 Stunden, obwohl das Gefängnis nur 70 Kilometer entfernt ist - Masar muss aber zwei Kontrollpunkte passieren. Eine anstrengende Reise, unter der auch die Vorbereitung auf ihre Englischprüfung leidet. Währenddessen darf Osaid die Aufnahmeprüfung für die neue Schule nachholen.

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13:41 – 17:21

Wer besteht die Prüfung?

Osaid und Masar schreiben ihre Prüfungen. Osaid darf sich freuen - er hat bestanden und kann auf die neue Schule gehen. Masars Note fällt nicht so gut aus. Sie ist traurig und enttäuscht, weil sie weiß, dass sie den Stoff eigentlich beherrscht. Die Lehrerin ist dennoch zuversichtlich, dass Masar die Abschlussprüfung bestehen wird.

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17:22 - 20:51

Israelische Razzien

Es gibt eine israelische Militäraktion in der Nähe der Mädchenschule. Es kann jederzeit zu Ausschreitungen kommen. Die Rektorin ist alarmiert: Nicht alle Lehrerinnen und Schülerinnen können zur Schule kommen. Obwohl die Jungenschule vom Ort des Geschehens weiter entfernt ist, kommt es auch hier zu Auseinandersetzungen: Jugendliche werfen Steine, die israelische Armee antwortet mit Tränengas - manchmal auch mit Brandbomben, Gummigeschossen oder scharfer Munition.

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20:52 - 23:48

Die Gewalt eskaliert

Die israelische Armee treibt eine Gruppe von Jugendlichen vor sich her - die Konfrontation verlagert sich nun direkt vor die Mädchenschule. Eine Schülerin wird ohnmächtig, viele andere sind in Tränen ausgebrochen. Schüsse fallen und es bricht Panik aus. Viele Schülerinnen sorgen sich um ihre Brüder, die draußen kämpfen, oder um Verwandte, die in der Nähe wohnen.

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23:49 - 25:45

Die Schule wird evakuiert

Besorgte Eltern holen ihre Kinder ab. An Unterricht ist nicht mehr zu denken. Mit Hilfe des Roten Halbmonds wird die Schule komplett evakuiert. Für die 900 Schülerinnen kann der Heimweg trotzdem noch gefährlich werden: Solange die israelischen Soldaten nicht abziehen, bleibt die Lage weiterhin brisant und es wird auch in nächster Zeit kein Unterricht mehr stattfinden können.

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25:46 - 29:50

Die Trauer und der Blick nach vorn

Die Kämpfe dauern bis zum nächsten Tag an. Unter den Opfern ist auch ein 17-jähriger Schüler der Jungenschule. Er wurde im Flüchtlingslager von einem israelischen Soldaten erschossen. Schüler und Lehrer sind erschüttert. Trotz aller Trauer geht irgendwann der Schulalltag wieder weiter. Die Lehrer hoffen, dass sich die Verhältnisse bessern und die Schüler friedlichere Zeiten erleben werden.