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Annemarie ist 13 Jahre alt und lebt in einem von Nonnen geführten Internat in der Nähe von Trier. Strenge, Gehorsam und Sittsamkeit bestimmen dort den Alltag und Annemarie leidet sehr darunter. Jede Art von Körperlichkeit gilt als unanständig, ebenso auch der Kontakt zu Jungen. Die Zeitzeugin erinnert sich an die strengen Kleidervorschriften, die es den Mädchen nicht erlaubten, Sandalen ohne Strümpfe zu tragen oder im Winter eine Hose anzuziehen. Sie berichtet auch über ihre damaligen Gefühle, Ängste und Träume, die in den Augen der Nonnen damals "unzüchtig" waren.
Der Petticoat, den sie von ihrer Patentante geschenkt bekommt, passt nicht in diese Welt. Annemarie ist stolz auf dieses besondere Kleidungsstück und betrachtet sich zufrieden im Spiegel. Doch solche Art von Kleidung ist, auch wenn sie anderswo getragen wird, im Internat verboten. Mit Petticoat stehen schließlich die Kleider ab und man kann fast unter den Rock schauen!
Annemarie fühlt sich in dem großen Internat sehr alleine und hat viel Heimweh. Ihren Eltern kann sie sich nicht anvertrauen. Der einzige Weg, ihre Gefühle zu verarbeiten und sich jemandem mitzuteilen, sind Briefe, die sie heimlich an ihren Vetter schreibt.
