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Hintergrund: Heranwachsen in der Nachkriegszeit

Das Jahr 1945, und mit ihm das Ende des Zweiten Weltkrieges, bedeutete für ganz Europa einen tiefen Einschnitt in allen Bereiche das Lebens. Deutschland wurde unter den vier Siegermächten aufgeteilt. Die Bombennächte und die Kämpfe an allen Fronten waren vorbei und viele Menschen hofften auf eine bessere Zukunft.

Die Jahre 1945 bis 1949, die Nachkriegs- und Besatzungszeit, war jedoch zunächst durch viele Nöte geprägt - Hunger, Kälte und Flüchtlingselend. Die einfachsten Lebensgrundlagen waren nicht mehr gegeben und die Versorgung mit Lebensmitteln und Wohnraum waren größtenteils zusammengebrochen.

  • Kinder spielen in einer Trümmerlandschaft.Die Nachkriegszeit war hart, vor allem für die Kinder; Rechte: dpa

Überall suchten Flüchtlinge Unterkunft, wurden Lebensmittel "erhamstert" und Arbeitsstellen gesucht. Familien mussten wieder neu zusammenwachsen und neu beginnen - oft unter katastrophalen Bedingungen. Die Kinder erlebten ihre Eltern in neuen, schweren Situationen. Die materiellen Bedingungen waren schlecht und verlangten viele Entbehrungen. Teilen und Selbermachen von Spielzeug und Kleidung gehörten zum Alltag. Auch in Punkten wie Erziehung und Jugendarbeit ergaben sich nicht selten Schwierigkeiten und Differenzen zwischen Erwachsenen und Heranwachsenden. Sprachlosigkeit und tabuisierendes Schweigen galten vielen Dingen des Alltags. Kinder hatten oft Pflichten, die sie teilweise unkindgemäß überforderten. Auch die Schulerziehung war geprägt von Angst, Prügel und Missachtung von Kindern. In Internaten und Heimen dominierte die Erfahrung von Härte. Viele Jugendliche gingen einen anderen ideologischen Weg als ihre Eltern. Auch in den 50er Jahre setzten sich noch viele "Muster" aus den Nachkriegsjahren fort.

Eine Reise in die Vergangenheit

Lieselotte, Kurt und Erich wachsen in einer turbulenten Zeit auf. 1930 bis 1946 toben, spielen und lernen sie wie Kinder heute auch. Doch ihr Leben wird von der Nazi-Diktatur, von Verfolgung und Krieg bestimmt. Was das bedeutete? Die Reise in die Vergangenheit macht ihren Alltag noch einmal lebendig.

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Fotos von Kindern, ein Judenstern, ein Koffer und ein Volksempfänger sind locker auf einer blauen Fläche angeordnet: Rechte: WDR Multimedial