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Yasar Kemal, 1923 in Hemite geboren, besucht als erstes Kind seines Dorfes die Schule. Seine Kindheit ist von dramatischen Ereignissen geprägt: Sein Vater wird vom eigenen Bruder ermordet, bei einem Unfall verliert Yasar Kemal sein rechtes Auge. Mit 17 Jahren gerät er das erste Mal mit dem Gesetz in Konflikt: Wegen eines Gedichts wird er inhaftiert.
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1950 zieht es Yasar Kemal nach Istanbul. Sein erster Roman „Memed – Mein Falke” macht ihn nach kurzer Zeit zum Bestsellerautor. In seinen Reportagen und Romanen greift er immer wieder gesellschaftliche Tabuthemen auf, protestiert gegen Unterdrückung und Folter und setzt sich für die Rechte von Kurden und anderen Minderheiten ein.
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Immer häufiger bekommt Kemal Probleme mit der türkischen Justiz. 1995 wird er wegen eines Artikel in "Der Spiegel" zu 20 Monaten Haft auf Bewährung verurteilt. In Deutschland wird er für seinen Einsatz für die Demokratie mit dem Friedenspreis geehrt.
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Im April 2010 suchen Yasar Kemal und sein Freund Günter Grass das Gespräch mit Ministern, Politikern und Studenten. Auf Veranstaltungen und Pressekonferenzen konfrontieren sie ihre Gesprächspartner mit Tabuthemen der türkischen Geschichte, wie zum Beispiel dem Völkermord an den Armeniern.
