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Unterricht: Louis Braille und die Blindenschrift

Die Sendung aus der Reihe „Meilensteine der Naturwissenschaft und Technik“ ist schulartenübergreifend ab der 7. Klasse einsetzbar – in den Fächern Religion, Ethik, Biologie und Deutsch.
Sie eignet sich in höheren Klassen ebenso zur Information wie auch als Einstieg in die Diskussion um die Frühförderung und Integration von Jugendlichen mit Behinderung in unserer Gesellschaft.

  • Die Schüler sollen erkennen, dass eine Gesellschaft die Verantwortung trägt, Menschen mit Behinderung ihren Fähigkeiten entsprechend zu fördern und zu integrieren.
  • Es soll der Blick für Menschen mit einer Behinderung geöffnet und geschärft werden und das Verständnis für sie soll geweckt werden.
  • Die Schüler sollen wissen, dass behinderte Menschen nicht in einem Schonraum leben müssen. Nach dem Motto „Hilf mir, es selbst zu tun“ sollen sie in ihrer Selbstständigkeit unterstützt werden. Diese Hilfe muss das Umfeld jedoch erst zu geben lernen.
  • Die Schüler sollen um die Schwierigkeit der Entwicklung technischer Geräte für Blinde wissen, aber auch um die enormen Erfindungen im PC-Bereich.
  • Die Schüler sollen erkennen, dass der Zugang zum Wissen über die Schrift, über Texte geht, sei es in Büchern oder auf dem „Bild“schirm.
  • Frühes Schreibgerät für Blindenschrift; Rechte: SWR & Co.

Arbeitsblatt 1 kann nach dem Vorführen der Sendung eingesetzt werden und dient der Wissensfestigung und -überprüfung. Als Ergänzung zu Arbeitsblatt 2 eignen sich weitere Aufträge, als Hausaufgabe (auch in Gruppenarbeit), beispielsweise: Nimm Verbindung zu einer Blindenschule oder einem Blindenheim auf und lasse Dir dort Bücher und Lese- Schreibgeräte zeigen. Ist eine entsprechende Institution nicht in der Nähe, sind örtliche Verbände für Blinde und Sehbehinderte gute Ansprechpartner.

Mit besonderer Vor- und Nachbearbeitung kann die Sendung auch schon ab der 4. Klasse gezeigt werden, wenn es in der Grundschule im Sachunterricht/im Fächerverbund Mensch, Natur und Kultur um das Thema Auge und das Sehen geht. Für die Grundschule ist auch Arbeitsblatt 2 geeignet: Die Kinder lernen, wie die Braille-Schrift aufgebaut ist und funktioniert und können anhand der Vorlage selbst mit einfachen Mitteln (dickeres Papier oder Löschblatt und spitzer Bleistift) selbst ihren Namen oder einige Wörter in Braille schreiben.
Die weiteren Aufträge – welche Hilfsmittel gibt es für Blinde im Alltag – eignen sich eher als Hausaufgabe. Die Ergebnisse können im Unterricht zusammengetragen und dann besprochen werden.

Unterrichtsmaterial zur Sendung "Louis Braille und die Blindenschrift"

Dokumentendownload

  • Arbeitsblatt 1: Die Erfindung der Braille-Schrift
  • Arbeitsblatt 2: Schreiben in Braille

Sequenzierung der Sendung

Kapitel Inhalt
0:00 - 2:12

Blindheit – ein schweres Schicksal
Bis ins 19. Jahrhundert haben blinde Menschen keinen Zugang zu Büchern und Wissen. Sie können nur zwischen zwei Berufen wählen: Korbmacher und Bürstenbinder. Das ändert sich durch den 1809 geborenen Louis Braille, der nach einem Unfall erblindet.
2:12 - 5:19

Die erste Blindenschrift
Der Pädagoge Valentin Haüy entwickelt erstmals eine Reliefschrift, die auch Blinde lesen können. 1785 gründet er in Paris eine Blindenschule, die auch Louis Braille ab 1819 besucht. Der ehemalige Offizier Charles Barbier de la Serre stellt 1821 eine Schrift vor, die aus erhabenen Punkten besteht.
5:19 – 9:11

Brailles Idee
Braille entwickelt mit 16 Jahren seine eigenen Blindenschrift und ein Schreibgerät, mit dem Blinde selber schreiben können. Die Idee zu den aus sechs Punkten bestehenden System, kam ihm durch einen Spielwürfel von seinem Vater. Die Punkte des Würfels waren erhaben, sodass die Zahl sich mit den Fingern erfühlen ließ.
9:11 - 11:03

Bücher für Blinde
1878 wird Brailles Schrift zur international verbindlichen Blindenschrift erklärt. Bald darauf erscheinen erste Schreibmaschinen für Blinde und Prägemaschinen für den Buchdruck. Im 20. Jahrhundert wird Brailles Schrift noch einmal vereinfacht – mit einer Blindenkurzschrift.
11:03 - 12:48

Die Brailleschrift erobert die Welt
Heute werden Bücher in Blindenschrift mit moderner Technik hergestellt. Dank Braille können Blinde heute ohne größere Probleme am Computer arbeiten. Auf der ganzen Welt wird seine Schrift benutzt und erleichtert sehbehinderten Menschen das Leben.
12:48 - 14:31

Notenschrift für Blinde
Louis Braille lässt sich zum Organisten ausbilden und entwickelt auch noch eine Notenschrift für Blinde. Den Durchbruch seiner Erfindung erlebt er nicht mehr. Er stirbt 1852 mit erst 43 Jahren an den Folgen einer Tuberkulose.