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Sendungsinhalt: Louis Braille und die Blindenschrift

  • Eine blinde Schülerin tastet mit den Fingern die Worte in Blindenschrift (Braille-Schrift) ab. Mit der Fingerkuppe lassen sich die Punkte ertasten; Rechte: dpa/Gero Breloer
  • Zwei Spielwürfel vor rotem Hintergrund. Brailles Blindenschriftsystem besteht aus maximal sechs Punkten; Rechte: dpa

Erst 1825 wurde von dem jungen Louis Braille, der nach einem Unfall selbst blind war, ein Blindenschriftsystem entwickelt, das bis heute auf der ganzen Welt als Blindenschrift genutzt wird. Der Pädagoge Valentin Haüy gründete 1785 in Paris die erste Blindenschule Europas. Haüy war es auch, der eine erste Blindenschrift entwickelte. Bei seiner Reliefschrift wurden mit einer eisernen Feder spiegelverkehrt Schriftzeichen in dickes Papier eingeritzt. Aber es gab nur wenige Bücher, die in dieser Schrift gedruckt wurden. 1821 stellte der ehemalige Artillerieoffizier Charles Barbier de la Serre der Blindenschule ein Schriftsystem aus erhaben geprägten Punkten vor, das dem jungen Louis Braille als Basis seiner Überlegungen diente und ihm schließlich den Erfolg brachte: Es besteht wie bei einem Spielwürfel aus maximal sechs Punkten pro Zeichen, die mit der Fingerkuppe auf einmal erfasst werden können. 1878 wurde auf einem Kongress in Paris Louis Brailles System zur international verbindlichen Blindenschrift erklärt.