zum Inhalt.
zur Hauptnavigation.

Inhalt

Sendungsinhalt: Carl von Linde und die Kühltechnik

  • Schwarzweiß-Aufnahme von Carl von Linde. Carl von Linde um 1910; Rechte: WDR

Der Erfinder des Kühlprinzips, das auch heute noch in Kühlschränken angewendet wird, kommt aus Bayern: Carl Linde wird 1842 in Oberfranken geboren. Schon früh begeistert er sich für Technik und obwohl seine Familie arm ist, beginnt Linde 1861 ein Maschinenbaustudium am Polytechnikum in Zürich. Als Linde nach drei Jahren exmatrikuliert wird, weil er an einem Studentenprotest teilgenommen hat, arbeitet er zunächst als Ingenieur. 1868 bekommt er eine Professorenstelle an der polytechnischen Schule in München.

Besonders intensiv beschäftigt Linde sich mit der Wärmelehre. Er entwirft eine Kältemaschine, die auf einem Kreislaufprinzip basiert. Diese neue Maschine entzieht ihrer Umgebung so viel Wärme, dass es möglich wird, aus Wasser Kunsteis zu erzeugen. Für diese Kühlmaschine erhält Linde 1877 die deutschen Reichspatente und gründet schließlich eigene Eisfabriken. Schon bald ist die Nachfrage nach Blockeis riesig, und damit hält die Kühltechnik Einzug in alle möglichen Bereiche, zum Beispiel in Molkereien und Schlachthöfe. 1913 wird der erste Kühlschrank für den Hausgebrauch in den USA verkauft.