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Sendungsinhalt: Leonardo da Vinci und die Anatomie

  • Skizze von Föten in verschiedenen Stellungen, darum herum Notizen. Skizze von da Vinci: Föten im Mutterleib; Rechte: AKG
  • Proportionsschema von Marcus Vitruvius Pollio aus dem 1. Jahrhundert v. Chr. Vorbild für da Vinci: das Menschenbild nach Vitruv; Rechte: AKG

Die Sendung zeigt, wie sehr sich das Universalgenie Leonardo da Vinci (1452 – 1519) sein Leben lang der Anatomie widmete. Schon als Kind zeichnet er mit außergewöhnlicher Begabung Tiere, Porträts und Landschaften. Nach zwölf Jahren Lehrzeit beim Maler Berrocchio in Florenz, wird Leonardo ein Universalforscher – vor allem aber Anatom: Er seziert Leichen, studiert die Proportionen des Menschen und nutzt die Erkenntnisse für seine Malerei. Seine Forschung hält er in Hunderten Zeichnungen und Notizen fest.

Nach 16 Jahren als Festungsbauingenieur in Mailand kehrt Leonardo nach Florenz zurück. Zwei Jahre lang arbeitet er am „Mona Lisa“- Gemälde. Dann darf er mehr als 30 Leichen von hingerichteten Menschen öffnen. Wieder dokumentiert er jeden Schritt. Dabei entdeckt er anatomische Details wie den Blinddarm (Wurmfortsatz). Weil Leonardo kein Arzt ist, wird ihm der weitere Zugang zu Leichen verweigert. Er setzt seine anatomische Forschung an Tierkadavern fort und bemerkt: Das Herz ist ein Muskel.

Schließlich stirbt Leonardo an jener Krankheit, die er selbst als erster beschrieb: Arterienverkalkung. Trotz seiner Erkenntnisse werden seine Skizzen auch nach seinem Tod jahrhundertelang kaum beachtet – obwohl sie die Ansichten von Galenos, dem Begründer der menschlichen Anatomie, korrigierten.