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Sendungsinhalt: Leo Hendrik Baekeland und das Bakelit

  • Ein Schwarzweiß-Porträt von Leo Hendrik Baekeland. Der Vater des Kunststoff-Zeitalters: Leo Hendrik Baekeland; Rechte: AKG

Die Sendung zeigt, wie der Belgier Leo Hendrik Baekeland (1863 bis 1944) zum Vater des Kunststoff-Zeitalters wurde. Mit 21 Jahren ist Baekeland bereits Doktor der Chemie und Physik, mit 26 Jahren wird er Professor. In den USA gerät er in Geldnot. Also konzentriert er sich auf sein Steckenpferd: die Foto-Chemie. Das Patent für sein Fotopapier Velox bringt viel Geld.

Baekelands nächste Goldgrube wird der erste vollständig synthetisch hergestellte Kunststoff. Lange schon suchten Chemiker nach einem Stoff, der sich erst in Form bringen lässt und dann dauerhaft in dieser Form bleibt. In der Natur sind Bronze und Glas solche Stoffe – und Schellack, der in der Elektroindustrie als Isolationsstoff verwendet wurde. Baekeland sucht nach einem Ersatz.

Ein wichtiger Ausgangsstoff für seine Forschung ist der Kohlenwasserstoff Benzol und das ähnliche Phenol. Eine Animation zeigt die Polykondensation von Phenol und Formaldehyd. Baekeland variiert das Phenol-Aldehyd-Verhältnis und entwirft den Druckkessel „Baekelizer“. Das Endprodukt: unlösliches, hitzebeständiges Bakelit.

1907 will der Brite James Swinburne den ersten Kunststoff patentieren lassen. Doch Baekeland ist einen Tag schneller. 1910 beginnt die industrielle Fertigung von Phenolharzen. In den 20er Jahren nutzt jeder Industriezweig den „Stoff der 1000 Möglichkeiten“. Doch Ende der 30er Jahre bekommt er Konkurrenz.