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Sendungsinhalt: Fritz Klatte, Hermann Staudinger und das PVC

  • Regenrohre, Leisten und selbst EC-Karten aus Polyvinylchlorid. Allround-Werkstoff PVC; Rechte: WDR
  • Porträt des Begründers der modernen Polymerwissenschaften. Hermann Staudinger um 1950; Rechte: AKG

Die Sendung zeigt die Entstehungs- und Erfolgsgeschichte des Kunststoffs Polyvinylchlorid (PVC). So beschreibt bereits der französische Chemiker Henri Victor Regnault 1835, dass Vinylchlorid-Gas bei Sonnenlicht zu weißem Pulver wird. Der Deutsche Fritz Klatte wiederholt den Versuch mit Erfolg – er entdeckt das PVC. Hermann Staudinger stellt daraufhin die Theorie auf, dass PVC durch einen Prozess entsteht, den er Polymerisation nennt. 1922 prägt er den Begriff „Makromoleküle“, wofür er 1953 den Chemie-Nobelpreis bekommt. Eine Animation zeigt die chemischen Reaktionen, die zum PVC-Grundbaustein Vinylchlorid führen; eine weitere zeigt die Verknüpfung zu Polyvinylchlorid.

In den Vereinigten Staaten erkennt man das Potenzial von PVC: Es ist ein vielfältiger Werkstoff. Ab 1928 wird der Stoff in den USA großtechnisch hergestellt. 1935 meldet "Wacker Chemie Burghausen“ das Suspensionsverfahren zum Patent an: Vinylchlorid wird mit Wasser zu einem heterogenen Stoffgemisch, einer Suspension, vereint, so dass Körnchen statt Klumpen entstehen. Das Suspensions-PVC wird dann gesiebt, eingeschmolzen, beliebig gefärbt und geformt. Folien, Vinyl-Tapeten und Profile für Fensterrahmen: PVC wird zum Allrounder.

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